von Isabel Wessels

Pfadfinder bringen Ruhrbischof das Friedenslicht

Bischof Overbeck nahm am Mittwoch eine Laterne mit dem Licht aus Bethlehem entgegen.

Pfadfinder aus dem Ruhrgebiet haben am Mittwoch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck das Friedenslicht aus Bethlehem gebracht. In einer kleinen Feier im Bischofshaus überreichten sie Overbeck eine Laterne mit dem Licht, das jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit in Bethlehem entzündet und als Friedenszeichen in viele Länder weitergereicht wird.

Pfadfinderin Anne Bremicker ist schon seit 1999 jedes Jahr für das Friedenslicht verantwortlich. Bis jetzt ist ihr die Flamme noch nie erloschen. „Nur einmal war es ziemlich knapp“, sagte die evangelische Pfadfinderin. Damals habe sie sich an der Flamme die Finger verbrannt. Auch der Bischof erinnerte sich an einen besonderen Moment mit dem Friedenslicht. Als Overbeck vor zwei Jahren als Militärbischof zu deutschen Soldaten nach Afghanistan flog, durfte er die Flamme ausnahmsweise im Flugzeug transportieren. „Es war schon ein seltsamer Moment, in sengender Hitze mit einer brennenden Kerze aus dem Flugzeug zu steigen“, erinnerte sich Overbeck.

Im Bischofshaus erhält das Friedenslicht in diesem Jahr einen besonderen Platz vor dem Altar in der Kapelle. Zuvor verteilte Overbeck das Licht jedoch an Bekannte und Mitarbeiter im Bischofshaus. Denn das ist der eigentliche Zweck des Friedenslichtes: Das Licht als Zeichen des Friedens bis zum Weihnachtsfest an „alle Menschen guten Willens“ weiterzureichen.

Der Österreichische Rundfunk (ORF) hat im Jahr 1986 die Aktion „Friedenslicht“ ins Leben gerufen. Seitdem entzündet jedes Jahr ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Am Sonntag brachten Pfadfinder das Friedenslicht aus Wien nach Essen. Bei einem Aussendungsgottesdienst nahmen rund 500 Pfadfinderinnen und Pfadfinder das insgesamt 3600 Kilometer weit gereiste Licht entgegen.

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