Palmsonntag

Am Palmsonntag gedenken die Christen im Gottesdienst des Einzugs Jesu in Jerusalem. Dieser Tag ist der sechste und damit letzte Fastensonntag, an dem Palmzweige geweiht werden und eine Palmprozession durchgeführt wird. Bei manchen Prozessionen ist entsprechend der biblischen Geschichte auch ein Esel als Reittier mit dabei, der bunt geschmückt wird. Da Palmenzweige in Deutschland allerdings rar und teuer sind, verwenden die Christen hier meist einen Zweig Buchsbaum als Palmersatz.

Nach der Weihe nehmen die Menschen ihren Zweig mit nach Hause, um ihn im Haus an jedes Kreuz zu stecken. Der Volksglaube besagt, dass der geweihte Zweig vor Blitz- und Hagelschlag, Missernte und Seuchen schütze. Deshalb gaben früher viele Bauern Palm in das Viehfutter und Hausfrauen kleine Blättchen ins Palmsonntagessen zum Schutz vor Krankheiten. So soll zum Beispiel Palmtee vor Lungenkrankheiten schützen. Mit dem Einzug des geweihten Zweiges in das Haus sollte so auch der Segen des Leidens Christi überbracht werden. Palmzweige, die in der Kirche zurückblieben, werden bis zum folgenden Aschermittwoch aufbewahrt, dann verbrannt und für die Zeichnung des Aschenkreuzes auf die Stirn verwendet.

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