Overbeck: Kirche soll lernende Organisation werden

Ruhrbischof sprach am Montag in Mülheim bei den 52. Essener Gesprächen zum Thema Staat und Kirche.

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck plädiert für eine Stärkung der dialogischen und damit synodalen Tradition der frühen Kirche. Wie der gesellschaftliche Zusammenhalt beruhe auch der kirchliche weniger auf der „Deklaration und Proklamation von Werten und Normen“, sagte er am Montag in Mülheim. Vielmehr komme es darauf an, dass die Kirche widerstreitende Meinungen diskursiv in sich aufnehme und zu einer lernenden Organisation werde.

Als Beispiel verwies Overbeck auf die Befragungen zu Ehe und Familie, die Papst Franziskus im Vorfeld der Bischofssynoden zu Ehe und Familie initiiert hatte. Auch die verschiedenen Dialogprozesse auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz und des Bistums Essen über die Zukunft der Kirche seien in den vergangenen fünf Jahren erfolgreiche Wege gewesen, unterschiedliche Positionen zu formulieren und auszuhandeln. Der Bischof äußerte sich bei den 52. Essener Gesprächen zum Thema Staat und Kirche in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim.

Der Vortrag von Bischof Overbeck im Wortlaut:

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