Orgelmusik zum Stummfilm

Musikalische Leckerbissen sowie Orgelmusik zu einem Stummfilm erwarten Musikliebhaber bei den Gladbecker Orgeltagen, die vom 4. bis 25. September 2011 in der Propsteikirche St. Lamberti stattfinden.


Gladbecker Orgeltage St. Lamberti 2011

Die Gladbecker Orgeltage in der Propsteikirche St. Lamberti stehen vor der Tür. Vier Konzerte an den vier Septembersonntagen erwarten die Orgelliebhaber in dem Gotteshaus an der Horster Straße 7. Zum 25. Mal lädt die Propsteigemeinde ein, sich den Klängen der angesehenen Klais-Orgel in der renovierten St. Lambertikirche hinzugeben.

„Mit dem diesjährigen Zyklus ist eine konzeptionelle Verdichtung verbunden“, so Konrad Suttmeyer, Kantor an St. Lamberti und Bischöflicher Orgelsachverständiger.  In Analogie zu der in Gladbeck überaus erfolgreichen Reihe des Forums der Deutschen Musikhochschulen mit Konzerten in der Mathias-Jakobs-Stadthalle würden zukünftig die verschiedenen Musikhochschulen eingebunden werden. Lehrende und Lernende werden so ihre musikalische Visitenkarte in Gladbeck abgeben. Suttmeyer, selbst Absolvent der Folkwang Hochschule Essen, konnte für dieses Jahr eben dieses renommierte Ausbildungsinstitut gewinnen. Lose Absprachen für die kommenden Jahre bestehen bereits mit den Musikhochschulen in Berlin und Köln.

„Eine Besonderheit ist diesmal die Verbindung von Life Orgelmusik mit dem Medium Film in einem der vier Konzerte“, betont Suttmeyer. Sorgfältig ausgewählte Kompositionen und themengebundene Improvisationen unterstreichen dabei die jeweiligen Filmszenen bzw. kommentieren dezent das Geschehen. Der ausgewählte Stummfilm ist „La Passion de Jeanne d’Arc“ aus dem Jahr 1927 von Carl Theodor Dreyer, in dem dem Regisseur eine Verdichtung des Geschehens durch die Konzentration auf die „Landschaft des Gesichts“ gelingt.

Über die gesamten 25 Jahre konnten die Konzerte bei freiem Eintritt nur mit der Bitte um freiwillige Spenden angeboten werden. In diesem Jahr unterstützt die Gladbecker Sparkasse die Orgeltage finanziell. „Sie macht so immer wieder musikalische Projekte für unsere Stadt möglich. Dafür gilt unser Dank“, so Konrad Suttmeyer. (do)


Hier die Termine:

Sonntag, 4. September 2011, 20.00 Uhr:
Warschauer Orgeltabulatur (17. Jahrhundert); Praeludium in G von Nikolaus Bruhns (1665-1697); Choralvariationen im alten Stil (Improvisation) von Julian Gembalski (geb. 1950); Fantasie und Fuge a-moll, BWV 561, und „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, BWV 690, 691, 691a, von Johann Sebastian Bach (1685-1750); Drei biblische Bilder (Improvisation) von Julian Gembalski.
An der Orgel: Julian Gembalski, Professor an der Musikhoschule Katowice/Polen.

Sonntag, 11. September 2011, 16.00 Uhr:
„Herr Gott, nun schleuss den Himmel auf“, BWV 617, und „O Mensch, bewein dein Sünde groß“, BWV 622, aus dem Orgelbüchlein von Johann Sebastian Bach; Sonate Nr. 11 in d-moll, Op. 148, von Josef Gabriel Rheinberger ((1839-1901); Toccata in d-moll, Bux WV 155, von Dietrich Buxtehude (1637-1707); Deuxième Fantaisie von Jehain Alain (1911-1940); Concerto a-moll, BWV 593; von Johann Sebastian Bach.
An der Orgel: Jens Hilger und Philip Feldhordt, Studenten der Folkwang Universität der Künste Essen.

Sonntag, 18. September 2011, 16.00 Uhr:
Präludium und Fuge Es-Dur, BWV 552, von Johann Sebastian Bach; Fantasie in f-moll, KV 608, von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791); Fantasie und Fuge B-Dur von Alexandre Boëly (1785-1858); aus den Pièces de Fantaisie und aus der Symphonie Nr. 1, Op. 14, von Louis Vierne (1870-1937); aus Trois Préludes et Fugues, Op. 7, von Marcel Dupré  (1886-1971); Fantasie-Prélude et Fugue (Improvisation) von Roland Maria Stangier.
An der Orgel: Roland Maria Stangier, Professor an der Folkwang Universität der Künste Essen.

Sonntag, 25. September 2011, 20.00 Uhr:
Film und Orgel
Adagio g-moll von Tommaso Albinoni (1674-1745); Werke von Johann Sebastian Bach; Allegro aus Concerto grosso Nr. 9 von Arcangelo Corelli (1653-1713); aus dem Kreuzweg, Op. 29, von Marcel Dupré (1886-1972); aus dem Requiem, Op. 48, von Gabriel Fauré (1845-1924); aus Praeludium und Fuge Nr. 2 von Vincent Lübeck (1656-1740); Essay über das irdische Leben und die ewige Glückseligkeit, aus „Diptyque“ und Le banquet celèste von Olivier Messiaen (1908-1992); Improvisationen über Themen aus der Gregorianik.
An der Orgel: Toni Weiser, Dortmund.

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