Nikolaus Groß-Medaille für Dr. Hans Ryser

Die Auszeichnung der katholischen Kirche in Mülheim wird alljährlich im Rahmen des Neujahrsempfanges für herausragendes soziales und kulturelles Engagement verliehen. Weihbischof Zimmermann hielt die Festrede zur Verantwortung der Kirchen für das Ruhrgebiet.

Die Nikolaus-Groß-Medaille für Verdienste um Kirche, Gesellschaft, Kultur und Politik erhielt Dr. Hans Ryser, langjährig verdientes Mitglied der Pfarrei St. Mariae Geburt, am Freitagabend beim Neujahrsempfang der katholischen Kirche in Mülheim an der Ruhr.

Im Beisein von Weihbischof Wilhelm Zimmermann nahm für den erkrankten Ryser dessen Ehefrau Carla Ryser die Auszeichnung aus der Hand von Stadtdechant Michael Janßen entgegen. Geehrt wurde Ryser für seine 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Kirchenvorstand sowie für 15 Jahre des Engagements für den Gemeindeverband Mülheim bis zu dessen Auflösung. Zudem hatte Ryser für zwei Legislaturperioden von insgesamt acht Jahren das Amt eines ehrenamtlichen Schöffen in der Schiedsstelle des Bischöflichen Generalvikariates inne. Heute versieht er nach wie vor den Wachdienst für die geöffnete Kirche St. Mariae Geburt. 2003 hatte Ryser bereits das Ehrenzeichen des Bistums Essen erhalten.

In seiner Festrede zum Neujahrsempfang wies Weihbischof Zimmermann auf viele ökumenische Initiativen in Mülheim hin: „Hier auf dem Mülheimer Kirchenhügel stehen die katholische und die evangelische Kirche nicht nur räumlich nahe beieinander.“ Mit dem Jahr 2017 des Reformationsgedenkens sei das Zeitalter des Konfessionalismus beendet. Vor dem Hintergrund des Pfarreientwicklungsprozesses warb Zimmermann dafür, überall dort, wo inhaltlich Neues geplant werde, eine ökumenische Lösung mit zu bedenken.

Die Nikolaus-Groß-Medaille wird alljährlich anlässlich des Gedenktages des Seligen Nikolaus Groß am 23. Januar verliehen. Der christliche Gewerkschafter, Widerstandskämpfer Nikolaus Groß war 1945 in Berlin hingerichtet und im Jahr 2001 als Märtyrer selig gesprochen worden.

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