Neue Mitglieder für das Domkapitel an der Essener Kathedralkirche

Domkapitular Dr. Kai Reinhold und Domvikar Günter Gödde unterstützen künftig Verwaltung und Liturgie an der Domkirche

Als neue Mitglieder des Domkapitels sind Dr. Kai Reinhold als Domkapitular und Günter Gödde als Domvikar am Sonntag, 23. Oktober, in einem Pontifikalamt mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Essener Dom in ihre neuen Ämter eingeführt worden. Dompropst Thomas Zander nahm ihnen den Eid auf die Statuten des Domkapitels ab und geleitete sie an die den Domherren vorbehaltenen Plätze im Chorgestühl des Doms am Altar.

Reinhold wird künftig als einer von zehn Domkapitularen dem Ruhrbischof bei der Leitung der Diözese zur Seite stehen und die Liturgie im Dom mitgestalten. Bei Amtsverzicht, Versetzung oder Tod des Bischof wählt das Domkapitel zunächst einen Diözesanadministrator als Verwalter für die Übergangszeit und unterbreitet anschließend dem Papst eine Kandidatenliste zur Neubesetzung des Bischofssitzes. Gödde als Domvikar wird künftig Aufgaben in der Diözesanverwaltung und in der Seelsorge an der Domkirche übernehmen.

Da die „Investitur“ genannte Einsetzung der neuen Mitglieder des Domkapitels auf den jährlich weltweit begangenen Sonntag der Weltmission fiel, bezog Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck sich in seiner Predigt für Festgemeinde und Domherren auf die Frage, wie der Begriff „Mission“ in einer pluralen Gesellschaft zu verstehen sei. Christen als Teil einer weltweiten, grenzüberschreitenden Gemeinschaft hätten den Auftrag, ihren Glauben in eine Begegnung mit den Kulturen zu bringen: Eine menschlichere Welt und ein menschenwürdiges Leben seien das Ziel, zu dem der christliche Glaube stimulieren könne. Mission im Sinne einer Begegnung zwischen dem Evangelium und anderen Sinnhorizonten beziehe sich jedoch nicht nur auf Kulturen fern von Deutschland, sondern ebenso auf die Subkulturen in unserem nahen Umfeld, denen eine Beheimatung in der Kirche ermöglicht werden könne: „Denn wir sind eine Kirche aus allen Völkern, allen Schichten und allen Milieus. Dazu ist eine grundsätzliche Offenheit für die unterschiedlichen Lebensweisen notwendig, die Menschen heute wählen.“

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