von Cordula Spangenberg

Mitfühlender Seelsorger und wandelndes Geschichtsbuch

Prälat Klaus Malangré wurde im Kreuzgang des Doms zu Grabe getragen

Prälat Klaus Malangré, dienstältester Priester des Bistums Essen, ist am Mittwoch, 5. April, auf dem Friedhof des Domkapitels zu Grabe getragen worden. Unter Beteiligung zahlreicher Mitpriester und Gottesdienstbesucher wurde der Sarg in einem feierlichen Requiem verabschiedet und anschließend im Kreuzgang des Doms zur Ruhe gebettet. Malangré war am 30. März 95-jährig in Essen gestorben.

In seiner Predigt würdigte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck Prälat Malangré als einen Priester, der im Wissen um die eigenen menschlichen Stärken und Schwächen ein mitfühlender Seelsorger gewesen sei. Seine Priesterweihe empfing Malagré mit 23 Jahren im Bombenhagel kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Seit der Gründung des Bistums Essen 1958 gestaltete der gebürtige Oberhausener dessen Veränderungsprozesse Jahrzehnte hindurch mit – zunächst als Kaplan in Essen-Holsterhausen und als Pfarrer in Essen-Frohnhausen, ab 1961 als Stadtvikar in Essen in jener Zeit, als das II. Vatikanische Konzil die Kirche dynamisch umgestaltete.

17 Jahre lang bis zu seiner Emeritierung 1992 wirkte Malangré als Leiter des Dezernates Personal im Bistum Essen. In diese Zeit fielen auch seine Ernennungen zum päpstlichen Ehrenkaplan, zum Domkapitular und schließlich zum Prälaten. Eine besondere Leidenschaft habe Malangré für die Gegenwartsliteratur und die Arbeit der kirchlichen Büchereien empfunden, sagte Bischof Overbeck. Darin habe er immer wieder „Impulse für die großen Lebensfragen“ gefunden. „Wie ein wandelndes Geschichtsbuch“, so Overbeck, habe Malangré über den Kölner Kardinal Frings und die langen Bischofsjahre des Essener Bischofs Hengsbach erzählen können. In seinen letzten Lebenswochen im St. Elisabeth-Krankenhaus, in denen er stark hilfsbedürftig gewesen sei, habe Malangré im Gespräch mit dem Bischof noch seine Lebensstationen als Priester Revue passieren lassen.

Predigt Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Wortlaut (PDF)

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse