Medienforum diskutiert „Mythos Ruhrbistum“

Autor Franziskus Siepmann ist am 1. Februar mit seinem Werk über die Geschichte des gerade 60 Jahre alt gewordenen Bistums Essen zu Gast. Er diskutiert mit Prof. Wilhelm Tolksdorf – und mit dem Publikum.

Mit seinem viel diskutierten Buch „Mythos Ruhrbistum“ ist der Historiker Franziskus Siepmann am Donnerstag, 1. Februar, um 19.30 Uhr im Medienforum des Bistums Essen zu Gast. Unter den Schlagworten „Identitätsfindung, Innovation und Erstarrung“ beleuchtet Siepmann die Entwicklungen vor der Gründung des Ruhrbistums am 1. Januar 1958 und die ersten Jahre der neu entstandenen Diözese bis 1970. Siepmann schreibt von den großen Hoffnungen, mit denen der erste Ruhrbischof Franz Hengsbach im Revier erwartet wurde, und der Dynamik, mit der er sein Amt antrat. Er berichtet von innovativen Ansätzen in der Seelsorge und der Kommunikation mit den Gläubigen, die das Ruhrbistum in der Anfangszeit prägten. Doch dann sei es der Bistumsleitung in den 1960er Jahren nicht gelungen, mit den tiefgreifenden kulturellen, gesellschaftlichen und kirchlichen Umbrüchen Schritt zu halten. Eine zunehmende Entfremdung der Katholiken von ihrer Kirche, innerdiözesane Konflikte und eine Erstarrung der anfänglichen Aufbruchsstimmung im Ruhrbistum seien die Folge gewesen, schreibt Siepmann.

Im Medienforum präsentiert zunächst Siepmann ausgewählte Abschnitte aus seinem Buch. Anschließend antwortet Wilhelm Tolksdorf auf diese Analysen und gibt aus persönlicher Sicht eine Einschätzung zur Ära Hengsbach. Der 1962 geborene Tolksdorf ist Priester des Bistums Essen und Professor für Pastoraltheologie an der Katholischen Hochschule NRW in Paderborn. Auch das Publikum ist zur – durchaus kontroversen – Diskussion über Siepmanns Erkenntnisse eingeladen.

Die Lesung mit anschließendem Gespräch, zu der das Medienforum gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung Essen einlädt, beginnt um 19.30 Uhr. Karten zum Preis von 5 Euro sind im Vorverkauf beim Medienforum erhältlich oder – wenn nicht ausverkauft – an der Abendkasse.

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