„Kirche ohne Ökumene ist heute nicht mehr denkbar“

In seiner Predigt in der Evangelischen Gnadenkirche in Essen-Dellwig betonte Weihbischof Wilhelm Zimmermann am Sonntag das gute Miteinander der Konfessionen.

„Meinen Sie, dies wäre vor 50 oder 60 Jahren möglich gewesen?“, fragt Weihbischof Wilhelm Zimmermann am Sonntag, 19. März, in der Evangelischen Gnadenkirche in Essen-Dellwig. Eine Predigt von einem katholischen Weihbischof in einer evangelischen Kirche wäre damals wohl kaum akzeptiert worden. Doch heute, am dritten Fastensonntag im Jahr 2017, ist der katholische Bischofsvikar für die Ökumene gern gesehener Gastprediger der evangelischen Gemeinde Dellwig-Frintrop-Gerschede.

In seiner Predigt erwähnt Zimmermann auch konfessionell getrennte Schulhöfe als Erinnerungen an eine Kindheit, in der das Miteinander der Konfessionen längst noch nicht so ausgeprägt war. „Heute, 2017, schauen protestantische und katholische Christen zum ersten Mal gemeinsam auf das Ereignis der Reformation vor 500 Jahren“, macht der Weihbischof die spürbaren Verbesserungen in der Ökumene deutlich. Er verweist zudem auf den im Januar in Essen von evangelischen und katholischen Vertretern unterzeichneten Aufruf „Ökumenisch Kirche sein“ und dessen zentrale Aussage, dass die gemeinsamen Aufgaben der Kirchen größer seien als alles, was trenne. Zimmermann betont: „Kirche ohne Ökumene ist heute einfach nicht mehr denkbar.“ Außerdem werde angesichts einer wachsenden Säkularisierung „die konfessionelle Trennung der Christen nur noch von wenigen verstanden und akzeptiert“.

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