Jugendliche dürfen sich von Krise nicht entmutigen lassen

Der Weltfriedenstag 2012 richtet sich in besonderer Weise an die Jugend. Sie muss lernen, Gerechtigkeit und Frieden zu schaffen, so Papst Benedikt XVI. in seiner Botschaft. Gerade jungen Menschen wolle die Kirche zeigen, „dass Jesus ein Modell der Liebe ist, das alles neu erscheinen lässt“.

Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag 2012

Trotz der Wirtschaftskrise mit einer "zuversichtlichen Einstellung" auf das Jahr 2012 zu blicken, dazu hat Papst Benedikt XVI. die Jugendlichen in aller Welt aufgerufen. Auch wenn in den zurückliegenden zwölf Monaten "das Gefühl der Frustration zugenommen" habe, dürften sich die Jugendlichen  jedoch nicht entmutigen lassen, heißt es in der Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag 2012, den die Katholische Kirche weltweit am 1. Januar begeht. „Die jungen Menschen zur Gerechtigkeit und zum Frieden erziehen“ - unter diesem Titel steht die Botschaft.

Er sei überzeugt davon, dass die junge Generation "mit ihrer Begeisterung und ihrem idealistischen Ansporn" der Welt neue Hoffnung geben könne, schreibt der Benedikt XVI. Dies müsse durch eine sorgfältige Erziehung zur Gerechtigkeit und zum Frieden gefördert werden.

Zugleich fordert der Papst Eltern, Erzieher und Politiker auf, den Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Welt der Jugendlichen zu verstehen, sie anzuhören und zur Geltung zu bringen, müsse eine "Hauptaufgabe der ganzen Gesellschaft für den Aufbau einer Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden" sein, heißt es. Es gehe darum, Jugendlichen die Wertschätzung für die "positive Bedeutung des Lebens" zu vermitteln und in ihnen den Wunsch für "den Dienst am Guten" zu wecken.

Die "erste Schule" für Gerechtigkeit und Frieden ist nach den Worten des Papstes die Familie. Diese sei in der heutigen Gesellschaft jedoch "ständig bedroht und nicht selten zerbrochen beziehungsweise aufgesplittert", so Benedikt XVI. Schuld an dieser Entwicklung sei unter anderem, dass Beruf und Familie oft nahezu unvereinbar seien. Zudem müssten viele Familien getrennt leben, weil ein Elternteil aus wirtschaftlichen Gründen die Heimat verlassen müsse, um die Angehörigen zu ernähren.

Der Papst ermahnte Politiker, den Familien und Erziehungseinrichtungen "konkret zu helfen". Es dürfe niemals an "einer angemessenen Unterstützung der Mutter- und Vaterschaft fehlen". Die Politik müsse dafür sorgen, dass niemand der Zugang zu Bildung verweigert werde. Darüber hinaus müssten Politiker auch selbst Vorbild sein und ein "lauteres Bild" von der Politik vermitteln. An die Jugendlichen appellierte der Papst, den Mut zu haben zu haben, zuerst selbst das zu leben, was sie von ihrer Umgebung forderten. (kna/do)

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