Jona Vormweg ist erster Auszubildender im Dienstleistungsverbund

Seit einem Monat unterstützt Jona Vormweg die Pfarreien im Bistum Essen bei Finanzen, Personal und Gebäudeverwaltung. Denn der 18-Jährige ist der erste Auszubildende zum Immobilienkaufmann im Dienstleistungsverbund.

Einen Blick in Mietverträge und Kaufbelege werfen oder über neueste Bauvorhaben und Sanierungen von Pfarreigebäuden im Bistum Essen Bescheid wissen – schon der erste Monat als Auszubildender zum Immobilienkaufmann war für Jona Vormweg vielfältig. Seit September ist der 18-Jährige der erste Auszubildende im Dienstleistungsverbund der Kirchengemeinden im Bistum Essen. Drei spannende Jahre liegen nun vor ihm, aber auch vor Ulrich Fischer. Der Geschäftsführer hat sich darum bemüht, erstmals einen Ausbildungsberuf in seinem Unternehmen anzubieten.

„Das ist mir eine Herzensangelegenheit“, sagt er. „Ein Unternehmen ohne Azubi ist für mich kein Unternehmen. Eine Ausbildung hat schon einen hohen Stellenwert.“ Für ihn ist die neue Ausbildung vor allem eine Investition in den Dienstleistungsverbund. „Wir müssen uns auch selbst um den eigenen Nachwuchs kümmern, das muss im besten Fall aus den eigenen Strukturen erwachsen.“ Die Idee, in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz zum Immobilienkaufmann anzubieten, fand intern schnell Zuspruch. Im Februar 2017 begann die Planung mit der Industrie- und Handelskammer und der Personalentwicklung im Bistum Essen. Im Sommer landeten dann die ersten Bewerbungen auf dem Schreibtisch des Geschäftsführers.

"Immobilienwirtschaft hat Zukunft"

„Das große Interesse an qualifizierten Bewerbern hat mich ein bisschen überrascht, aber auch sehr gefreut“, sagt Fischer. Als erster Azubi durchgesetzt hat sich schließlich Jona Vormweg, der sich sicher ist: Immobilienwirtschaft hat Zukunft. „Das ist eine aufstrebende Branche, man kann sich drauf verlassen, dass dieser Beruf bestehen bleibt“ sagt er. Die Branche fand der 18-Jährige schon früh spannend, sein Interesse geweckt hat ein Architektenpraktikum in der neunten Klasse.  

Die neue Ausbildung sei für beide Seiten nun ein kleines Experiment, sagt Fischer. Ein Experiment, auf das er sich gerne einlasse, vor allem, um auf Änderungswünsche und Anregungen von des neuen Azubis zu reagieren – damit er auch in Zukunft eine gute Ausbildung gewährleisten könne. Besonders gut gefällt dem Auszubildenden die praxisnahe Arbeit: Passend zu den Unterrichtsblöcken an der Bochumer Berufsschule versucht der Dienstleistungsverbund Jona das Gelernte in den drei Hausbereichen zu vermitteln. „Wenn Buchhaltung dran ist, werde ich in der Finanzbuchhaltung sein“, erklärt Jona. Die Verwaltung lernt der Auszubildende dann auch ganz konkret in der Essener Kirchengemeinde St. Antonius kennen. Und auch die Bauabteilung im Generalvikariat des Bistums Essen ist eine Ausbildungsstation.

Ein gemeinsamer Weg

Neben der praxisnahen Ausbildung hat Jona Vormweg in seinem ersten Monat vor allem die mit rund 55 Mitarbeitern zu schätzen gelernt: „Gerade in einem kirchlichen Unternehmen ist die Arbeit einfach total nett und moralisch angenehm.“ Auch Geschäftsführer Ulrich Fischer zieht nach einem Monat eine erste positive Bilanz zur neuen Ausbildung: „Wir wissen nicht, wo die Reise genau hingeht, aber es ist ein gemeinsamer Weg, den ich auch gerne mit weiteren Azubis gehen möchte.“ 

Der Dienstleistungsverbund übernimmt seit 2012 für 42 Kirchengemeinden im Bistum Essen Verwaltungsaufgaben in der Finanzbuchhaltung, Personalabrechnung und Liegenschaftsverwaltung.

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