Weitergabe des Glaubens als schönste Aufgabe

Diakon Oliver Schmitz aus Essen-Steele wird am Freitag vor Pfingsten im Essener Dom zum Priester geweiht.

Durch Handauflegung und Gebet wird Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck am Freitag, 2. Juni, Diakon Oliver Schmitz zum Priester weihen. Der festliche Gottesdienst beginnt um 18.00 Uhr im Essener Dom, anschließend wird zu einer Begegnung in der Aula eingeladen. Nach seinem Diakonatsjahr in der Pfarrei St. Hippolytus in Gelsenkirchen-Horst wird Schmitz künftig vier Jahre als Kaplan in der Propsteigemeinde St. Pankratius in Oberhausen eingesetzt werden.

„Die Priesterweihe bedeutet für mich: Ich begegne den Menschen mit meiner ganzen Person und meinem Glauben, so wie ich ihn spüre“, erklärt Oliver Schmitz, „das so weiterzugeben, ist für mich die schönste Aufgabe. Ich bereite die Bühne für Gott.“ Schmitz wurde 1983 in Essen-Steele geboren und wuchs in der Pfarrei St. Joseph auf. Zunächst schloss er ein Jura-Studium mit dem ersten Staatsexamen ab, bevor er sich entschied, Priester zu werden. Theologie studierte er in Bochum und Freiburg, dann wechselte er als einziger Priesteramtskandidat seines Jahrgangs im Bistum Essen für den Diakonatskurs und die Vorbereitungen auf die Priesterweihe nach Münster ins Priesterseminar.

Nach der Priesterausbildung sieht Oliver Schmitz für sich die Weichen gut gestellt, um Christen auf die Sakramente vorzubereiten – Erstkommunion, Firmung, Beichte, Ehe, Taufe –, deren Zeichenhandlungen zu erklären und die Liturgie dieser Feste mit den Christen zu feiern. Erste Erfahrungen in der Sakramentenkatechese hat er bereits im Diakonatsjahr gemacht und dabei einen schönen Erfolg erlebt: „Nach einer Beerdigung sprach mich die Nichte des Verstorbenen an, weil sie wieder in die Kirche aufgenommen werden wollte.“

Das Missionarische sei ihm im Studium allerdings zu kurz gekommen, sagt Schmitz und meint damit, dass man als Priester lernen müsse, Menschen dazu zu befähigen, über ihren Glauben zu sprechen. „Ich stehe ja nicht selbst mit den Menschen am Fließband oder teile ihren Arbeitsplatz. Ich als Priester kann jemanden nur dazu ermutigen, darüber zu reden, was ihm am Glauben wichtig ist, oder warum er sonntags in die Kirche geht.

Als ideale Lebensform wünscht sich der Neupriester die „Vita communis“, das gemeinsame geistliche Leben mit anderen Priestern bei getrenntem Wohnen. In der Propsteigemeinde St. Pankratius in Oberhausen werde künftig ein gemeinsames Gebetsleben zusammen mit Propst Christoph Wichmann, Pastor Matthias Feldmann und Diakon Fabian Lammers möglich sein: „Darauf freue ich mich schon.“

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