Hongkonger Kardinal Zen zu Gast in Essen

Bischof Overbeck würdigt die Bedeutung der fast 60-jährigen Partnerschaft zwischen den Bistümern Essen und Hongkong.

Kardinal Joseph Zen aus dem Essener Partnerbistum Hongkong war am Freitag zu Gast bei Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck. Bei der Visite im Essener Bischofshaus hob Overbeck gegenüber dem emeritierten Hongkonger Bischof die Bedeutung der fast 60-jährigen Partnerschaft zwischen den Bistümern im Ruhrgebiet und in der chinesischen Weltmetropole hervor. Nach dem Besuch einer Jugendgruppe aus dem Ruhrbistum im vergangenen Sommer wird im Frühjahr 2019 Bischof Overbeck selbst mit einer Essener Delegation zu einer Partnerschaftsreise nach Hongkong aufbrechen.

Chinesische Untergrundkirche unter Druck

Overbeck würdigte das Engagement der Katholiken in Hongkong für die von staatlicher Seite bedrängten Glaubensgeschwister in der Volksrepublik China. Anfang der Woche war der 86-jährige Zen für dieses Engagement von der Bonner Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen geehrt worden. Die Katholiken in der Volksrepublik fühlen sich entweder der „Patriotischen Vereinigung“ zugehörig – einer Kirche unter staatlicher Kontrolle – oder der „Untergrundkirche“. Diese Untergrundkirche arbeitet in den meisten Orten nicht versteckt, sondern durchaus offensichtlich, versucht sich aber dem staatlichen Einfluss zu entziehen. Seit einiger Zeit verstärke die chinesische Regierung jedoch den Druck auf die Christen in der Untergrundkirche, berichtete Kardinal Zen in Essen.

Kardinal Zen warnt vor „faulen Kompromissen“ mit China

Zen hatte zuletzt immer vor „faulen Kompromissen“ zwischen dem Vatikan und der chinesischen Regierung gewarnt. Vor allem die Frage der Bischofsernennungen in chinesischen Diözesen war in den vergangenen Jahren ein Streitpunkt gewesen, weil die chinesische Regierung mitentscheiden wollte, wen der Papst jeweils zum Bischof eines Bistums in China ernennt.

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