Hongkonger Kardinal Tong bekräftigt Partnerschaft mit Essen

Früherer Bischof der asiatischen Diözese war zu Gast bei Bischof Overbeck und Weihbischof Schepers.

Bei einem Besuch in Essen hat der frühere Bischof des Essener Partnerbistums Hongkong, Kardinal John Tong, die tiefe Verbundenheit zwischen den Katholiken im Ruhrbistum und in der asiatischen Metropole hervorgehoben. Im Gespräch mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeckund dem für Weltkirche-Fragen zuständigen Weihbischof Ludger Schepers im Essener Bischofshaus betonte Kardinal Tong, wie wichtig es sei, diese fast 60 Jahre alte Partnerschaft „zu pflegen und die Freundschaft zu erneuern und auszubauen“. Der 78-Jährige, der von 2009 bis zum vergangenen Jahr das Bistum Hongkong leitete, bedankte sich während seines Kurzbesuchs mehrfach für den Einsatz der Katholiken aus dem Ruhrbistum für die Christen in Hongkong – nicht nur für die langjährigen finanziellen Hilfen, sondern auch für Gebete und die persönliche Verbundenheit. Bei einem Besuch im Essener Dom mit der Goldenen Madonna erklärte Tong, er freue sich, „dass es in Hongkong ebenfalls eine Kirche zu Ehren des Hl. Altfrid und eine Kirche der Mutter vom Guten Rat gibt – gebaut mit Hilfe aus dem Bistum Essen“.

Mit Blick auf die schwierige Lage der katholischen Christen in der Volksrepublik China und die laufenden Verhandlungen zwischen dem Vatikan und der chinesischen Regierung sagte Kardinal Tong, er sei optimistisch und wolle für einen pragmatischen Umgang mit der aktuellen politischen Situation werben. Während die Katholiken in Hongkong ihren Glauben frei leben können, fühlen sich die Katholiken in der Volksrepublik China entweder der „Patriotischen Vereinigung“ zugehörig – einer Kirche unter staatlicher Kontrolle – oder der „Untergrundkirche“. Diese Untergrundkirche arbeitet in den meisten Orten nicht versteckt, sondern durchaus offensichtlich, versucht sich aber dem staatlichen Einfluss zu entziehen. In jüngerer Zeit häufen sich jedoch Berichte, dass die Untergrundkirche einem wachsenden Druck der Regierung ausgesetzt ist.

In den Gesprächen zwischen China und dem Vatikan geht es nun unter anderem um die Frage, wie künftig katholische Bischöfe in China ernannt werden und was mit Bischöfen der Untergrundkirche passiert, die aus Sicht der Regierung zum Teil illegal ernannt wurden. „Wenn etwas vernünftig ist, wird es Bestand haben und wenn etwas nicht vernünftig ist, dann wird es auch nicht lange Bestand haben“, so Tong mit Blick auf die Gespräche um den künftigen Status der Kirche von China.

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