von Jutta Laege

Hilft Beten überhaupt?

Im Themenschwerpunkt des aktuellen BENE-Magazins berichten drei Missionsärztliche Schwestern über ihre ganz persönliche Sicht auf das Beten. Und ein Witwer aus Essen erzählt, wie er das Beten erst ver- und dann wieder erlernt hat.

Beten – was bringt das schon? Eine sehr persönliche Frage. Und selbst für die, die glauben, gar nicht so einfach zu beantworten. In der neuesten Ausgabe des Bistumsmagazins BENE berichten die in Bottrop, Duisburg und Essen ansässigen Missionsärztlichen Schwestern Beate Harst, Mariotte Hillebrand und Karin Ripp darüber, was Beten bewirken kann und geben im Interview auch persönliche Einblicke in ihr Beten.

Beten liegt nicht unbedingt im Trend. Nichtsdestotrotz ist es zeitgemäß. Das sind die Erfahrungen der Schwestern in ihrer täglichen beruflichen und seelsorgerischen Arbeit. „Wenn man sich die zunehmenden Krankschreibungen aufgrund psychischer Belastungen anschaut, hat das Gebet doch etwas Befreiendes und Entlastendes“, sagt Karin Ripp.

Kann ein Gebet den Psychotherapeuten ersetzen? Da haben die Schwestern eine eindeutige Meinung. Beate Harst: „Ich habe schon Menschen geistlich begleitet, die auch in psychotherapeutischer Behandlung waren, berichtet sie. „Aber eine tiefere Heilung wird oft erst durch den Glauben möglich.“

Beten ist aus Sicht der Schwestern sehr facettenreich. „Ich kann still sein, ich kann leer sein, leise lächeln, hin und her laufen, weinen, schreien. Das kann alles Gebet sein.“ Und auch die Anklage, das Hadern und Zweifeln gehöre beim Zwiegespräch mit Gott dazu. „Es ist wie in Beziehungen unter Menschen auch.“ Gerade in schweren Lebenssituationen stellt sich die Frage nach dem Sinn eines Gebetes. Davon weiß auch ein Essener Witwer in BENE zu berichten, der sehr offen darüber berichtet, wie schwer ihm das Beten zeitweise fiel, wie er es ver- und wieder erlernte.

Beeindruckend in diesem Zusammenhang ist auch die Schilderung von Schwester Beate Harst, die sich in BENE an eine besondere Sterbebegleitung erinnert. „Eine junge Frau, die sterbenskrank war, sagte mir: ‚Gott kann sich auf was gefasst machen. Ich nehme einen Baseballschläger mit‘. Diese Frau war in ihrer Wut und Enttäuschung ganz ehrlich in ihrer Beziehung zu Gott.“ Auch das war eine Form von Beten.

Die Missionsärztlichen Schwestern laden regelmäßig zu gemeinsamen Gebeten und Meditationen ein. Auch dazu mehr im aktuellen BENE-Heft und auf der Internetseite des Bistumsmagazins.

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