von Ronja Voigt

Help-Laden Gelsenkirchen-Buer in neuen Räumen

Ehrenamtliche Helfer bekommen bessere Möglichkeiten, Flüchtlingen zu helfen.

„Dankeschön“: Circa 70 Menschen sind an diesem Abend, 4. September, ins Michaelshaus in Gelsenkirchen-Buer gekommen, um danke zu sagen. Danke für viel Zeit, Arbeit, Kraft und Herzblut. Der Help-Laden im Michaelshaus wird komplett von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern geführt. „Die meisten Leute sind Ruheständler und freuen sich, in ihrer Zeit anderen Menschen helfen zu können“, so Ulrike Mentenbeck-Tullney, die selber eine der circa 15 Helferinnen und Helfer des Ladens ist.

Seit 2015 gibt es die Initiative jetzt schon. Entstanden ist die Idee eines Hilfsangebots für Flüchtlinge in einem ökumenischen Arbeitskreis in Buer, in dem Vertreter  der Propsteipfarrei St. Urbanus, der evangelischen  Trinitatis Kirchengemeinde Buer, der evangelisch-freikirchliche Gemeinde Gelsenkirchen-Buer und der Task-Force Flüchtlingshilfe e.V. zusammensaßen. Anfangs noch in einem etwa zehn Quadratmeter kleinen Nebenraum der Apostelkirche entwickelte sich der Laden, der neben Beratung auch Möbel und Kleidung anbietet, zu einem unverzichtbaren Angebot für viele Flüchtlinge in Buer. Die neuen Räume, die unter anderem durch die Unterstützung des Bistums Essen finanziert werden konnten, bieten nicht nur wesentlich mehr Platz für Beratungsgespräche oder Sprachkurse, auch die technische Ausstattung wurde überholt. Mit neuem Beamer, Computern und Telefonen ist es für die Ehrenamtlichen wesentlich leichter, den Hilfesuchenden direkte Unterstützung zu bieten. Ob bei Behördengängen, beim Ausfüllen von Formularen, bei der Wohnungssuche, bei der Organisation von Sachspenden oder anderen Problemen: alle ehrenamtlichen Helfer widmen sich jeder individuellen Aufgabe mit Herzblut und helfen, wo sie nur können.

Dafür wird Danke gesagt. Von Martina Rudowitz, Bürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, Jürgen Hansen, Gründer der Task-Force Flüchtlingshilfe, Carla Wessels, Pfarrerin der evangelischen Trinitatisgemeinde und von Markus Pottbäcker, Propst der Pfarrei St. Urbanus. Pottbäcker betont, dass Helfen für Christen alternativlos sei. Das Michaelshaus sei nun schon seit 200 Jahren ein Ort für Begegnungen, und auch in Zukunft freue er sich, weiter Gastgeber sein zu können.

Auch die anderen Gruppen, die sich regelmäßig im Michaelshaus treffen, freuen sich über die neuen Nachbarn. Direkt nebenan treffen sich regelmäßig Kinder- und Jugendgruppen. „Wir freuen uns über die neue Nachbarschaft. Davon können nur alle profitieren“, so Tristan Timpert, Leiter der Jugendgruppen in St. Urbanus. Auch mit der Caritas, die ihre Räume eine Etage tiefer hat, wird kooperiert. Alle Kleiderspenden werden dort abgegeben, denn es soll kein Konkurrenzladen entstehen, sondern eine gute Zusammenarbeit verwirklicht werden.

Montags von 10 bis 12 Uhr, dienstags von 15 bis 17 Uhr und mittwochs von 14 bis 16 Uhr können Flüchtlinge mit ihren Fragen in die Beratungsstelle gegenüber vom Marienhospital Buer kommen, und zwei ehrenamtliche Helfer sind die ganze Zeit vor Ort, um zu helfen. Natürlich können zu diesen Zeiten auch jederzeit Spenden vorbei gebracht werden. Ob Kleidung, Haushaltsgegenstände oder Möbel: die Besucher des Help-Ladens sind für jede Unterstützung dankbar. Zu erreichen ist der Helpladen unter der Telefonnummer 0209/ 98 89 98 75 oder unter helpladen-buer@web.de.

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