von Jens Albers | KNA

„Helmut Kohl lag die Freiheit der Menschen am Herzen“

Mit großer Anteilnahme hat Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck vom Tod des Altkanzlers Helmut Kohl erfahren.

Als „einen großen Europäer und den Kanzler der Einheit“, würdigte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck den am Freitag, 16.06.2017 verstorbenen Altkanzler Dr. Helmut Kohl. Persönliche und familiäre Erfahrungen und Schicksalsschläge in den grauenvollen Zeiten des Zweiten Weltkrieges hätten Kohl in seinem Wirken sicherlich deutlich geprägt, so Overbeck weiter.

„Ich habe Helmut Kohl als einen Politiker erlebt, dem die Freiheit der Menschen am Herzen lag“. Hiervon geprägt, habe Kohl maßgeblich die Deutsche Wiedervereinigung vorangetrieben und schon sehr früh einen Gedanken davon entwickelt, welche Bedeutung die Europäische Union für den Frieden und Freiheit der Menschen haben könne.

Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat Altkanzler Kohl als Persönlichkeit mit historischem Weitblick gewürdigt. Mit dem Tod Kohls gehe eine Ära zu Ende, erklärte der Münchner Erzbischof am Freitag in Bonn.

"Die Kirche in Deutschland ist dankbar für das christliche Zeugnis von Helmut Kohl. Wo die Werte einer freiheitlichen Gesellschaft mit den Füßen getreten wurden - wo auch immer auf der Welt -, da setzte er sich für die Beachtung dieser Werte ein", unterstrich der Kardinal. "Europa wollte und konnte er aus seinen christlich geprägten Überzeugungen heraus gestalten." Dabei sei es dem Verstorbenen ein großes Anliegen gewesen, auf der Grundlage der Katholischen Soziallehre für eine Soziale Marktwirtschaft einzutreten, die "den Menschen in den Vordergrund stellt".

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