Grünes Licht für die Sanierung der Essener Kirche St. Hubertus

Arbeiten ab dem kommenden Jahr sollen die Tuffstein-Fassade der gut 100 Jahre alten Kirche sichern und den Brandschaden im Turm, der 2014 durch einen Blitzschlag entstanden ist, beheben.

Seit vielen Monaten ist der Kirchturm von St. Hubertus aus Sicherheitsgründen eingerüstet – jetzt haben Bistum und Pfarrei grünes Licht gegeben, dass der Turm und die Fassade der neugotischen Kirche in Essen-Bergerhausen saniert werden können. Die Entscheidung, hat die Gemeinde St. Hubertus und Raphael am Wochenende erfahren und sehr erfreut.

Bundesweite Bekanntheit erlangte der aus weiten Teilen des Essener Südostens sichtbare, gut 70 Meter hohe Kirchturm, als am Jahresanfang 2014 ein Blitz in die Turmspitze einschlug und die hölzerne Dachkonstruktion in Brand setzte. Stundenlang kämpfte die Feuerwehr damals um den Erhalt des denkmalgeschützten, mehr als 100 Jahre alten Bauwerks.

Bei der nun anstehenden Sanierung steht jedoch nicht nur die Wiederherstellung der Turmspitze im Fokus. Deutlich aufwändiger sind die Arbeiten an der Fassade: Weil in die Tuffstein-Verkleidung des Mauerwerks  Feuchtigkeit eingedrungen ist, brechen durch Frost und verrostete Metallanker immer wieder kleinere Stücke aus der Fassade – davor schützt die Passanten seit geraumer Zeit das Gerüst am Turm. Nun sollen die Fassaden von Turm und Kirchenschiff saniert werden. Allein am Turm müssen zwei Fassadenseiten komplett erneuert und die beiden anderen ausgebessert werden. Im Zuge dieser Arbeiten wird dann auch die Turmspitze wieder hergestellt.

"Investition in eine lebendige Gemeinde"

„Es geht hier nicht darum, in ein Gebäude zu investieren, sondern in eine lebendige Gemeinde“, erläutert der Gemeinderats-Vorsitzende Ralph Kunze. Intensiv sei in den vergangenen Jahren im Pfarreientwicklungsprozess der Pfarrei St. Lambertus über die Zukunft der Hubertus-Kirche diskutiert worden, so Kunze. Schließlich habe man sich für den Erhalt  entschieden, weil die Kirche an der Töpferstraße auch in Zukunft ein wichtiger pastoraler Standort der Pfarrei sein wird. Das Bistum hat nun die zugesagte Summe in Millionenhöhe für diese Kirchensanierung bereitgestellt. 2009 war die St.-Hubertus-Gemeinde mit der benachbarten St.-Raphael-Gemeinde fusioniert worden, deren Kirche 2013 abgerissen wurde. Heute läuten die Glocken der früheren Kirche im Turm von St. Hubertus – ein Symbol für das mittlerweile gute Miteinander der Mitglieder beider Gemeinden, wie Kunze betont, der selbst aus St. Raphael stammt.

Nach den intensiven Beratungen und der langen Phase der Unsicherheit ist das Aufatmen in St. Hubertus und Raphael spürbar. „Ein Bauausschuss aus Mitgliedern des Kirchenvorstands und des Gemeinderates hat seine Arbeit aufgenommen, um die umfangreichen Sanierungsarbeiten vorzubereiten.“, berichtet Kunze. Mit den ersten Arbeiten rechnet er ab Anfang des kommenden Jahres.

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