von Ulrich Lota

„Gottes Wort des Jahres“

Weihnachten ist „Gottes Liebesbrief an uns Menschen“ sagt Weihbischof Ludger Schepers am 1. Weihnachtstag in seiner Predigt im Essener Dom.

„Jamaica-Aus“, „Ehe für alle“ und „#Metoo“ – das „Wort des Jahres“ war Ausgangpunkt der Weihnachtspredigt von Weihbischof Ludger Schepers. Denn um das Wort gehe es auch im Johannes-Evangelium am 1. Weihnachstag, so der Weihbischof.

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Keine Rede sei da mehr von der weihnachtlichen Idylle, dem Krippenkind oder dem Zauber der vergangenen Nacht. „Warum so ein Text in dieser Zeit, in der man doch eher empfänglich wäre für Sentimentalitäten und die sonst übliche weihnachtliche heile Welt?“, fragte Schepers. Vielleicht, so der Weihbischof weiter, liege gerade darin die Spannung des Weihnachtsfestes. „In diesem Bogen des Geschehens in der Heiligen Nacht, dem sich tausendmal wiederholenden Geborenwerden eines Kindes und dem Wunder des Lebens, der Menschwerdung Gottes. Dem einerseits so Normalen, Alltäglichen und andererseits so Unvorstellbaren und fast nicht Nachvollziehbaren. Gott spricht sein Wort, und durch dieses Wort ist alles geworden. Dieses Zugesagte, ausgesprochene Wort wird Geschichte.“ 

Für Weihbischof Schepers ist Weihnachten „Gottes Liebesbrief an uns Menschen“. „Weihnachten feiern heißt demnach: In Beziehung leben mit Gott und untereinander. Denn Gott ist Beziehung, und die Beziehung ist Fleisch geworden. Weihnachten feiern heißt: Sinnvoll leben können. Denn Gott ist Sinn, und der Sinn ist Fleisch geworden. Weihnachten feiern heißt schließlich: Gottes Liebesbrief lesen. Denn Gott ist die Liebe, und die Liebe ist Fleisch geworden – in Jesus Christus.“

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