Geruch der Schafe - Wie die Kaninchen - Wer bin ich zu urteilen?

Markante Zitate von Papst Franziskus, der am Samstag seinen 80. Geburtstag feiert

Seinen 80. Geburtstag feiert Papst Franziskus am Samstag, 17. Dezember. Für alle, die dem Papst gratulieren möchten, hat Radio Vatikan eine E-Mail-Adresse eingerichtet. Deutschsprachige Glückwünsche gehen an PapstFranziskus80@vatican.va. Wer auf lateinisch gratulieren möchte, schreibt an Papafranciscus80@vatican.va. Auf Twitter werden Glückwünsche unter dem Hashtag #Pontifex80 gesammelt.

Seit seiner Wahl im März 2013 sorgt Papst Franziskus immer wieder mit prägnanten Aussagen für Aufmerksamkeit. Anlässlich seines runden Geburtstages hat die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) einige der markantesten Zitate zusammengestellt:

Kirche der Armen: "Ach, wie sehr möchte ich eine arme Kirche und eine Kirche für die Armen!" (Begegnung mit Medienvertretern am 16. März 2013)

Geruch der Schafe: "Genau daher kommt die Unzufriedenheit einiger, die schließlich traurige Priester, und zu einer Art Antiquitäten- oder Neuheitensammler werden, anstatt Hirten mit dem 'Geruch der Schafe' zu sein - das erbitte ich von euch: Seid Hirten mit dem 'Geruch der Schafe', dass man ihn riecht -, Hirten inmitten ihrer Herde und Menschenfischer." (Messe am Gründonnerstag 2013)

Neue Autos: "Ich sage euch, es schmerzt mich, wenn ich einen Priester oder eine Nonne mit dem neuesten Automodell sehe: Das geht nicht!" (Ansprache am 6. Juli 2013)

Benedikt XVI.: "Jetzt, wo er im Vatikan wohnt, sagen mir einige: Wie kann man denn so etwas machen? Zwei Päpste im Vatikan! Stört dich das denn nicht? Macht er nicht eine Art Gegenrevolution? ... Es ist, wie wenn man einen Opa im Haus hat, einen weisen Opa. Wenn in einer Familie ein Opa zu Hause wohnt, dann wird er verehrt, geliebt, man hört ihm zu." (Auf dem Rückflug vom Weltjugendtag im Juli 2013)

Homosexualität: "Wenn jemand homosexuell ist und Gott sucht und guten Willen hat, wer bin ich, ihn zu verurteilen?" (Auf dem Rückflug vom Weltjugendtag im Juli 2013)

Frauen und Kirche: "Die Rolle der Frau in der Kirche beschränkt sich nicht nur auf die Mutterschaft, also Mutter einer Familie zu sein... Ich denke, wir haben noch keine tiefe Theologie der Frau in der Kirche gemacht. Heute kann sie ja nur Messdiener sein oder die Lesungen lesen, oder sie ist Caritaspräsidentin. Na ja, es gibt mehr! Wir brauchen eine tiefgründige Theologie der Frau." (Auf dem Rückflug vom Weltjugendtag im Juli 2013)

Barmherzigkeit: "Die Gefahr besteht darin, dass wir uns für gerecht halten und über die anderen urteilen... Wenn in unserem Herzen keine Barmherzigkeit ist, keine Freude der Vergebung, sind wir nicht in Gemeinschaft mit Gott, selbst wenn wir alle Gebote befolgen, denn es ist die Liebe, die rettet, nicht allein die Befolgung der Gebote." (Angelus am 15. September 2013)

Verbeulte Kirche: "Mir ist eine 'verbeulte' Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist." (Evangelii gaudium, November 2013, Nr. 49)

Streit in der Ehe: "Es ist normal, dass Ehepaare streiten; da ist immer irgendwas ... Vielleicht habt ihr euch geärgert, und dabei ist womöglich der ein oder andere Teller zu Bruch gegangen - aber ich bitte euch, eines nie zu vergessen: Lasst keinen Tag zu Ende gehen, ohne dass ihr euch wieder vertragen habt! Niemals, nie, nie!" (Ansprache an junge Brautpaare am 14. Februar 2014)

Flüchtlinge: "Man kann nicht hinnehmen, dass das Mittelmeer zu einem großen Friedhof wird! Auf den Kähnen, die täglich an den europäischen Küsten landen, sind Männer und Frauen, die Aufnahme und Hilfe brauchen." (Ansprache an das Europaparlament in Straßburg am 25. November 2014)

Wie die Kaninchen: "Manche glauben, um gute Katholiken zu sein, müssten wir - entschuldigen Sie den Ausdruck - wie die Kaninchen sein. Nein. Verantwortliche Elternschaft." (Auf dem Rückflug von den Philippinen im Januar 2015)

Kein einfaches Ja: "Ich könnte 'ja' sagen und Punkt. Aber das wäre eine zu einfache Antwort." (Auf die Frage eines Journalisten im April 2016, ob er mit dem Dokument "Amoris laetitia" konkrete neue Möglichkeiten für wiederverheiratete Geschiedene geschaffen habe).

Reformation und Ökumene: "Wir Katholiken und Lutheraner haben begonnen, auf dem Weg der Versöhnung voranzugehen. ... Wir dürfen uns nicht mit der Spaltung und der Entfremdung abfinden, die durch die Teilung unter uns hervorgerufen wurden." (In einem Gottesdienst zum Gedenken an die Reformation am 31. Oktober 2016 im schwedischern Lund).

Vergebung und Vergessen: "Mir gefällt der Gedanke, dass der Allmächtige ein schlechtes Gedächtnis hat. Sobald er dir vergeben hat, vergisst er's. Weil er glücklich ist, zu vergeben. Für mich reicht das." (In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Avvenire" im November 2016).

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