Generalvikar wirbt für Gelassenheit, wenn sich die Kirche verändert

Im Bochumer Kloster Stiepel trafen sich 40 Akteure der drei Zukunftsprozesse im Ruhrbistum, um sich mit Generalvikar Klaus Pfeffer über die weitere Kirchenentwicklung auszutauschen.

40 Akteure der drei Zukunftsprozesse im Bistum Essen haben sich jetzt im Bochumer Zisterzienserkloster Stiepel über die Kirchenentwicklung im Ruhrbistum ausgetauscht. Dabei haben pastoralen und wirtschaftlichen Begleiter in den Pfarreientwicklungsprozessen, die Leiter der Zukunftsbild-Projektgruppen und Verantwortliche für den im Herbst beginnenden Prozess „Pastorale Dienste im Gespräch“ gemeinsam mit Generalvikar Klaus Pfeffer eine „Pulsmessung“ der laufenden Prozesse vorgenommen. Zudem stand neben der Vernetzung der drei Prozesse die „Wertschätzung für die geleistete Arbeit“ im Fokus, unterstrich Rolf Preiss-Kirtz, Leiter der PEP-Koordinierungsstelle.

Auf junge Menschen hören

Generalvikar Pfeffer machte in der Diskussion darauf aufmerksam, dass die Brisanz der Prozesse zunehme, weil aktuell schwierige Entscheidungen zu treffen seien. Pfeffer warb angesichts der laufenden Veränderungen in der Kirche für Gelassenheit. Ferner empfahl er eindringlich, noch viel ernsthafter auf junge Menschen zu hören und von ihnen zu lernen. Er frage sich immer wieder, ob „wirklich schon erkannt“ sei, „welche Brisanz in dem Zukunftsbild steckt?“

Pfarreientwicklungsprozesse sind herausfordernde Aufgabe

Mit Blick auf die Prozesse in den Pfarreien sagte Markus Potthoff, Leiter der Hauptabteilung Pastoral und Bildung, es werde deutlich, „an welchen Grenzen wir uns bewegen, welche Potenziale zugleich erkennbar werden“. Bis Ende des Jahres legen die Pfarreien Bischof Overbeck ihre Konzepte für die weitere Entwicklung der Kirche vor Ort vor. Gerade in dieser Schlussphase der Pfarreientwicklungsprozesse werde deutlich erkennbar, wie herausfordernd die Aufgabe sei, mit dem Votum eine pastorale und wirtschaftliche Perspektivplanung zu entwickeln, so Potthoff.

Das Zukunftsbild ernst nehmen

Bei den 20 Zukunftsbild-Projekten seien die Arbeitsstände in den einzelnen Gruppen derzeit sehr unterschiedlich, beschrieb Michael Dörnemann, Leiter des Dezernates Pastoral. Zudem sei erkennbar, dass manche Pfarreien sich der Themen der Zukunftsbildprojekte erst dann annähmen, wenn für sie ein praktischer Nutzen erkennbar werde. Grundsätzlich gelte es, die Perspektive des Zukunftsbildes ernst zu nehmen, und die Vielfalt der Ansätze für eine pastorale Innovation zu fördern.

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