Generalvikar Pfeffer diskutiert in der „Wolfsburg“ über die „68er“ in der Kirche

Zweitägige Tagung in der Mülheimer Akademie beleuchtet am 22. und 23. Juni die Auswirkungen der gesellschaftlichen und kirchlichen Umbrüche bis heute.

50 Jahre nach den gesellschaftlichen Umbrüchen der „68er“ diskutiert die katholische Akademie „Die Wolfsburg“ am Freitagnachmittag, 22., und Samstag, 23. Juni, in einer Tagung die Frage, wie die „68er“ die katholische Kirche verändert haben. Inspiriert vom II. Vatikanischen Konzil (1963-1965) haben sich die „68er“ seinerzeit unter anderem für eine Reform der kirchlichen Sexualmoral, für Ökumene, Entwicklung, Frieden und internationale Versöhnung engagiert. Zugleich bewirkten sie aber auch eine starke Polarisierung unter den Gläubigen, etwa beim Essener Katholikentag im September 1968 als die Enzyklika „Humanae vitae“ von Papst Paul VI. und Fragen der Empfängnisverhütung im Fokus standen.

Mit Beiträgen von zahlreichen Zeitzeugen und Wissenschaftlern fragt die Tagung, worin aus heutiger Sicht die Verdienste der „68er“ in der Kirche bestehen – und wie sie Politik und Gesellschaft beeinflusst haben. Welche Verletzungen sind entstanden? Und was bleibt von ihrem Wirken in einer Kirche übrig, die durch theologische Richtungskämpfe sowie gesellschaftlichen und pastoralen Veränderungsdruck herausgefordert wird? Dieser Ausblick ist zum Abschluss des Programms am Samstagnachmittag Thema einer Podiumsdiskussion mit dem Essener Generalvikar Klaus Pfeffer, dem Publizisten Andreas Püttmann, Claudia Lücking-Michel vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Franz-Josef Nocke von der Reformgruppe „Essener Kreis“ und Christian Weisner von der Kirchen-Volksbewegung „Wir sind Kirche“.

Die Teilnahme an der Tagung kostet inklusive der Mahlzeiten – allerdings ohne Übernachtung – 89 Euro. Schüler, Studierende und Sozialleistungsempfänger zahlen 53,40 Euro. Die Übernachtung kostet zwischen 23 (Doppelzimmer) und 29 Euro (Einzelzimmer).

Anmeldung — Katholische Akademie "Die Wolfsburg"


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