Gemeindereferenten diskutieren in Essen über Missbrauchsskandal

Bundesversammlung tagte im Kardinal-Hengsbach-Haus.

Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche stand am vergangenen Wochenende im Mittelpunkt der Bundesversammlung des Bundesverbands der Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus. Bei der Tagung tauschten sich die Delegierten unter anderem über die Präventionsarbeit in den verschiedenen Bistümern aus, diskutierten aber auch, wie sich die Diskussion über sexualisierte Gewalt durch Mitarbeiter der Kirche auf die eigene Arbeit auswirkt. „Der Vorstand wird die vielen Beiträge der Delegierten, die in der Bundesversammlung ausgetauscht wurden, nun auswerten und gewichten, um daraus den weiteren Kurs unseres Verbands im Umgang mit dem Missbrauchsthema und den damit verbundenen Fragen, zum Beispiel zur Sexualmoral oder zum Umgang mit Macht in der Kirche, zu entwickeln“, sagte Vorstandsmitglied Marcus Steiner, Gemeindereferent in der Bochumer Pfarrei Liebfrauen.

Gemeindereferenten zählen zu den Laien im pastoralen Dienst der Kirche, die in den Pastoralteams der Pfarreien gemeinsam mit Priestern, Pastoralreferenten und Diakonen die Seelsorge gestalten. In den Pfarreien des Bistums Essen organisieren Gemeindereferentinnen und -referenten zum Beispiel die Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf die Erstkommunion oder die Firmung, sie beerdigen, feiern Gottesdienste und leiten in einigen Pfarreien auch das Leben in einer Gemeinde vor Ort. Bundesweit gibt es rund 4500 Gemeindereferentinnen und -referenten, Tendenz steigend. 17 diözesane Berufsverbände mit insgesamt knapp 1500 Mitgliedern gehören dem Bundesverband dieser Berufsgruppe an.

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