von Ulrich Lota

Ferdinand Schulte Berge: „Wacher Zeitzeuge und sensibler Zeitgenosse“

Mit seinen 99 Jahren ist Ferdinand Schulte Berge der älteste Priester des Bistums Essen. Für viele ist er ein lebendiges Lexikon der Geschichte des Ruhrbistums, der Katholischen Kirche und der Gesellschaft.

Als einen „wachen Zeitzeugen und sensiblen Zeitgenossen“ beschreibt auch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck den ehemaligen Dompropst. Am Sonntag, 27. Mai, konnte Ferdinand Schulte Berge ein seltenes Jubiläum feiern. Mit einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom beging er sein 70-jähriges Priesterjubiläum. Und viele Verwandte, Weggefährten und Freunde feierten mit ihm.

„Wer immer mit ihm spricht, der hört einem weise gewordenen Seelsorger zu, dessen Lebenserinnerungen von den frühen 1920er Jahren bis ins Heute reichen – und lebendig und frisch sind“, lobte Bischof Overbeck den Jubilar in seiner Predigt. Kein Zweifel: Auch wenn er nicht mehr gut auf den Beinen steht, den Gottesdienst im Sitzen mitfeiern musste, an geistiger Frische mangelt es Schulte Berge nach wie vor nicht.

„Immer wandlungsfähig geblieben zu sein“ sei ein Kennzeichen des Lebens und Wirkens des langjährigen Dompropstes, so Overbeck weiter. „So kann ein Zeitgenosse ein Zeitzeuge werden, der nicht nostalgisch nach hinten blickt und das Heute für eine Kopie des Gestrigen halten muss, sondern der ein waches und sensibles Original für heute und morgen ist und sein will.“

Overbeck dankte Schulte Berge für seinen langjährigen priesterlichen Dienst, „der mehr gelebte Zeit umspannt als für viele vorstellbar“. „Der alte Wunsch unserer Ruhrregion, der zu unserem Ruhrbistum gehört, fasst zusammen, was ich Ihnen in unser aller Namen zusage und bitte: Behüte Sie Gott! Glückauf! Amen.“

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