Essener Pop-Kantoren verbinden in Wittenberg alle Generationen

„Praise & Worship"-Band des Bistums war am Freitag zu Gast bei "Katholisch in Lutherstadt".

Die Essener „Praise & Worship"-Band hat am Freitag in der katholischen Kirche in der Lutherstadt Wittenberg ein Konzert gegeben. Die sechs Musiker aus dem Bistum Essen präsentierten den Zuhörern in der gut besetzten Kirche St. Maria Himmelfahrt zwölf Songs auf Englisch und Deutsch.

Katharina Schedlinski (Gesang) wurde dabei unter anderem von Ali Rink (Gitarre), Nils Bloch (Schlagzeug) und Gregorio Mangano (Trompete) begleitet. „Die Band ist ein Teil des Popkantorenprojektes", erklärt Christoph Hees, der in der Band Bass spielt und einer von zwei Pop-Kantoren ist, die seit Mai für satte Klänge im Gottesdienst sorgen. Der Bandname leitet sich vom gleichnamigen Musikstil „Praise and Worship" (Lob und Anbetung) ab. Ihre Wurzeln hat diese christliche Popmusik in der australischen „Hill Song Church". Diese Freikirche versammelt in ihren Gottesdiensten jeweils rund 30.000 Gläubige.

Die Musik der Essener Band hat jedoch auch Einflüsse von christlicher Popmusik aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten. „Die englischsprachigen Länder haben alle ihre ganz eigenen Worship-Kulturen", erklärt Christoph Hees. Neben Konzerten und der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten sind Workshops die Hauptaufgabe der Popkantoren. In diesen Workshops arbeiten Bands und Chöre mit den Pop-Kantoren zusammen. Höhepunkt der meist zweitägigen Workshops ist ein Gottesdienst, der von den jeweiligen Musikern gestaltet wird. Solche Workshops hat Christoph Hees bereits früher organisiert. Seit acht Wochen macht er das hauptberuflich im Auftrag des Bistums Essen und kann hier von Gemeinden, Bands oder Chören angefragt werden. „Ich habe damit gerechnet, dass ich erst im Paradies einen solchen Job bekomme", sagt Hees freudestrahlend.

„Es wurde Zeit für ein solches Projekt", sagt Stefan Glaser, der Keyboarder der Band. Im Bistum Essen ist er der Bischöfliche Beauftragte für Kirchenmusik und gleichzeitig Leiter des Popkantorenprojektes. Bundesweit gebe es rund 1000 festangestellte Kirchenmusiker, die in der Regel Orgel spielten und Chöre leiteten. Da sei es Zeit für zumindest zwei hauptberufliche Musiker, die zeitgenössische Popmusik in die Kirche trügen. Die Pop-Kantoren und ihre Workshops, Konzerte und Gottesdienste sind dabei ein Projekt im Zukunftsbildprozess des Ruhrbistums. Und auch Stefan Glaser freut sich: „Schön, dass das Konzert hier so gut angenommen wurde", sagt er. Rund 50 Menschen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind am Freitagabend in die kleine Kirche am Rande der Wittenberger Altstadt gekommen.

Zwar gilt die Lutherstadt Wittenberg als „protestantischer Vatikan", für die katholische Kirche ist die Region in Sachsen-Anhalt jedoch tiefste Diaspora. Nur wenige katholische Christen gibt es hier.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat das Reformationsjubiläum zum Anlass genommen, um mit dem Projekt „katholisch in Lutherstadt" präsent zu sein. Viele Bistümer und ein katholisches Hilfswerk gestalten eine Woche lang Gebetszeiten, Gottesdienste und weitere Veranstaltungen in und um die kleine katholische Kirche von Wittenberg. Vom 5. bis 10. Juli gestaltet das Bistum Essen Kurzmeditationen, Konzerte, Vorträge und eine Eucharistiefeier in Wittenberg

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