Erste-Hilfe Paket zum Halloweenfest

Am Vorabend zum Allerheiligenfest ist es wieder soweit: Verkleidete Gestalten wandern durch die Nacht und machen an der ein oder anderen Haustür Halt. Mit einem"Erste-Hilfe-Paket" der besonderen Art ist man für diesen Besuch bestens gerüstet.

Interaktives Plakat für die Haustür

Verkleidete Gestalten huschen durch die dunklen Abendstunden. Ausgehöhlte Kürbisse grinsen schelmisch durch die Nacht. Der Abend vor dem Allerheiligenfest (1. November) scheint fest in der Hand der gruseligen Gesellen. Bereits seit Wochen bereitet sich nicht nur der deutsche Einzelhandel auf Halloween vor. Halloween – das Fest des ausgehöhlten Gemüses und der Süßigkeiten suchenden Gestalten hält mehr und mehr Einzug in Deutschland. Am Abend vor Allerheiligen heißt es an vielen Haustüren wieder "Süßes oder Saures?". Kinderscharen in mehr oder minder gruseligen Kostümen bitten um Süßigkeiten.

Ein befremdlich wirkendes Bild, das sich sicherlich für viele nicht in Einklang bringen lässt mit dem stillen Gedenken, das sowohl das Allerheiligen- als auch das Allerseelenfest prägt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einer ist sicherlich die gewählte Form: Es klingelt und Gruselgestalten erbeten Süßigkeiten. Kommt man dieser Aufforderung nicht nach, kann man sich glücklich schätzen, wenn die Kinder auf ihrem Weg weiterziehen. Hat der Hausbesitzer jedoch Pech, wird er für seine Ablehnung mit einem Streich bestraft: Verklebte Türklinken, bemalte Hauswände oder Luftschlangen im Hausflur oder Vorgarten sind nur einige Beispiele für missglückte Halloweenstreiche.

Doch wie soll man mit diesem aus Amerika importierten Brauch hierzulande umgehen? Gemeinsam mit dem Team des Blogmagazins "FRISCHFISCHen.de" ist sich das Bistum Essen einig: Man nehme eine große Portion Humor, eine positive Tradition und entwickelt daraus eine Vision. Daraus entstanden ist das Projekt: "Halloween-Erste Hilfe-Paket-Nr. 2". Mit einem interaktiven Poster und Handzettel ist jeder Hausbesitzer für den Halloweenabend bestens gerüstet. Mit viel Witz und einem Überraschungseffekt werden große und kleine Monster auf die Möglichkeit hingewiesen, im Januar als die drei Könige aus dem Morgenland erneut das Glück an der Haustür zu versuchen.

Brauchtum pflegen und nicht importieren

"Wir sollten Brauchtum pflegen und nicht importieren", erklärt Stefan Lesting, Projektleiter bei FRISCHFISCHen, die Grundidee. "Uns geht es nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend zu laufen", so Lesting weiter, "vielmehr wollen wir zeigen, dass auch wir in der Katholischen Kirche tolle und gute Traditionen haben, die man pflegen sollte". Es helfe wenig, ständig über Entwicklungen zu klagen. "Warum zeigen wir nicht einfach selbstbewusst, was unseren Glauben ausmacht", fügt Jens Albers, Onlineredakteur im Bistum Essen, hinzu. Denn nach außen wirke man sicher nicht einladend, wenn man ständig ein Klagelied anstimme, so Albers weiter.

Das heutige Halloween leitet sich von dem englischen Begriff "All Hallows Eve" ab, der nichts anderes meint als den Abend vor dem Allerheiligenfest. An diesem Hochfest ehrt die katholische Kirche all jene Männer und Frauen, die in der Geschichte der Katholischen Kirche heilig gesprochen wurden. In vielen Regionen Deutschland nehmen Menschen das Allerheilgenfest zum Anlass, verstorbener Familienmitglieder und Freunde zu gedenken und ihre Gräber mit Blumen und Lichtern zu schmücken. Im kirchlichen Jahreskreis greift das Fest Allerseelen diesen Gedanken auf und gedenkt am 2. November aller Verstorbenen. (ja)

Das Erste-Hilfe-Paket zu Halloween

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