Diakone haben Lust, die Veränderungen der Kirche anzupacken

Klausurtag im Dialogprozess „Pastorale Dienste im Gespräch“ war aber auch von einer großen Nachdenklichkeit geprägt angesichts der rasanten Veränderungen in der Seelsorge im Ruhrbistum.

Mit viel Energie und Lust, die Veränderungen in der Kirche mit anzupacken trafen sich am Samstag die Ständigen Diakone des Ruhrbistums zu einem Klausurtag im Dialogprozess „Pastorale Dienste im Gespräch“ imEssener Kardinal-Hengsbach-Haus. Zugleich wurde in den Diskussionen untereinander und mit Generalvikar Klaus Pfeffer sowie Personaldezernent Kai Reinhold eine große Nachdenklich darüber deutlich, wie die Seelsorge künftig gestaltet wird – und wie die Zukunft der Gemeinden aussieht.

Anders als Diakone, die auf dem Weg zum Priesteramt geweiht werden, haben die Ständigen Diakone ein eigenständiges Amt in der katholischen Kirche inne. Als haupt- oder nebenamtliche Diakone engagieren sie sich in den Pastoralteams der Pfarreien neben der klassischen Seelsorge zum Beispiel bei Taufen, Trauungen oder Begräbnissen oft insbesondere im caritativen Bereich. Die Zielgruppen ihrer Arbeit nahmen die Diakone am Morgen im gemeinsamen Gottesdienst in den Blick und sprachen Fürbitten zum Beispiel für Einsame, Menschen auf der Flucht, in Trauer, aber auch für Brautleute und Jugendliche.

Pfeffer: „Das bisherige Denken in unterschiedlichen Rollen kommt an seine Grenze.“

In den verschiedenen Diskussionen forderten die Diakone unter anderem, das Miteinander der verschiedenen pastoralen Berufsgruppen – neben Diakonen insbesondere Priester, Pastoral- und Gemeindereferentinnen – weniger an festen Rollen, sondern stärker an individuellen Talenten und Ausbildungen zu orientieren. Generalvikar Pfeffer bestätigte: „Das bisherige Denken in unterschiedlichen Rollen kommt an seine Grenze.“ Wichtig sei die Diskussion darüber innerhalb der verschiedenen Berufsgruppen der Seelsorgerinnen und Seelsorger, die mit dem Dialogprozesses „Pastorale Dienste im Gespräch“ gestartet sei und fortgesetzt wird.

Auch die Digitalisierung beschäftigt die Diakone – und hier konkret die Frage, wie die Kirche mit denen umgehen sollte, die „digital abgehängt“ sind, also weder das Internet und Soziale Medien nutzen, noch mit Computer und Smartphone vertraut sind. Dies – so betonten die Diakone – sei nicht nur eine Herausforderung mit Blick auf Gemeindemitglieder, sondern auch auf Seelsorger-Kollegen, die wenig Kontakt zur digitalen Umwelt hätten.

Angesichts der rasanten Veränderungen der Kirche regten die Diakone auch eine theologische Diskussion an: Wenn doch das zentrale christliche Argument die Auferstehung sei, also der Glaube an ein Leben nach dem Tod – was könne dies für die aktuelle Erfahrung in katholischen Gemeinden heißen? Dort werde oft nur betont, dass etwas stirbt wenn zum Beispiel Gebäude geschlossen werden oder es bestimmte Angebote nicht mehr gibt.

Dank für den Dienst – und den ehrlichen Austausch

Generalvikar Pfeffer und das Steuerungsteam des Gesprächsprozesses nahmen diese und alle Anregungen des Klausurtags mit für die weiteren Beratungen. Pfeffer dankte den Diakonen für ihren Dienst – und den ehrlichen Austausch. Angesichts der Radikalität der Veränderungen, die die Kirche im Ruhrbistum durchlebt, brauche es diesen ehrlichen Austausch. Umso mehr freue er sich auf eine Fortsetzung, sagte Pfeffer – am 19. September in Essen, dann gemeinsam mit allen pastoralen Berufsgruppen.

Bischöfliche Beauftragte für Gemeinde- und Pastoralreferent(inn)en sowie Ordensfrauen im pastoralen Dienst

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Persönlicher Referent

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Zwölfling 16
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Schulpastoral

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