von Thomas Rünker

„Der Aufbruch des II. Vatikanischen Konzils beschrieb ihre Lebensaufgabe“

Feierlicher Gottesdienst am Weihetag des Essener Doms mit Bischof Franz-Josef Overbeck zum 80. Geburtstag von Weihbischof Franz Vorrath und zum goldenen Priesterjubiläum von Prälat Martin Pischel

Mit einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom haben mehrere hundert Gläubige am Sonntag an den Weihetag der Kathedralkirche erinnert und den 80. Geburtstag des emeritierten Weibischofs Franz Vorrath und das goldene Priesterjubiläum von Prälat Martin Pischel gefeiert. Bischof Franz-Josef Overbeck verwies in seiner Predigt an die großen Aufbrüche, die Mitte der 1960er Jahre das II. Vatikanische Konzil für die Kirche bedeutet hat. Pischel und Vorrath – 1967 und 1962 geweiht – seien „Priester der Generation, für die der Aufbruch des II. Vatikanischen Konzils ihre Lebensaufgabe beschrieben hat“.

Overbeck erinnerte daran, dass Pischel schon nach einer kurzen Zeit als Kaplan Privatsekretär des ersten Essener Bischofs Franz Hengsbach wurde. Egal ob Hengsbach in dieser Zeit in seinem noch jungen Bistum Essen unterwegs ist oder als Militärbischof für die ebenfalls noch junge Bundeswehr mitten im kalten Krieg – „Prälat Pischel ist immer dabei“, so Overbeck. Anschließend wechselte Pischel in die Personalverwaltung des Bistums und war 20 Jahre Personalchef von Priestern, Diakonen, Gemeindereferentinnen und Ordensleuten. „Welche erfolg- und segensreichen Lebensgeschichten, aber auch welche Traurigkeiten, welche Nöte und manches Scheitern gehören in diese Erfahrungswelt!“, würdigte der Bischof den Jubilar.

Weihbischof Vorrath beschrieb Overbeck als „einen wahren Pastor des Ruhrgebiets“. Bei ihm falle ihm immer das Bild des Guten Hirten ein, so Overbeck, „der mit große Liebe und Nachsichtigkeit, mit unendlicher Freundlichkeit und dem Unvermögen, wirklich ärgerlich zu werden und gar kantig aufzutreten, bei den Menschen ist“. Overbeck verwies auf Vorraths Bischofsweihe im Januar 1996 und seine Tätigkeit als Bischofsvikar für die Caritas, die er noch bis zum Herbst 2012 wahrnahm, obwohl Papst Benedikt XVI, in bereits zu seinem 75. Geburtstag vom aktiven Dienst als Bischof entpflichtet hatte.

Overbeck erinnerte auch an den Jahrestag der Weihe des Essener Doms, der vermutlich am 8. Juli 860 als Kirche des vom Heiligen Altfrid gegründeten Essener Frauenstifts geweiht wurde. „Dieser Kirchenraum wird irgendwann vergehen“, so Overbeck, „aber das Zeugnis, für das er steht, für das Evangelium und das unablässige Mühen um die Menschen, also für die Kirche in der Welt, das wird bleiben“.

Mit einem kräftigen und warmherzigen Applaus gratulierten die Gläubigen im Dom den beiden Jubilaren, nachdem Overbeck seine Predigt mit einem spontanen „Viel Glück und viel Segen“ für Pischel und Vorrath schloss. Die beiden Priester dankten ihrerseits mit persönlichen Worten am Ende des Gottesdienstes. „ Dass Gott – auch wenn man alt und grau geworden ist – einem beisteht und nicht verlässt, ist eine Erfahrung für die ich sehr dankbar bin“, sagte Vorrath – bevor die Essener Domsingknaben den beiden Männern beim Auszug aus dem Dom mit dem „Steigerlied“ ein ganz besonderes Überraschungs-Ständchen präsentierten.

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