„Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut“

Aus Visionären werden Komplizen für die Zukunft der Kirche im Ruhrbistum.

Ein wenig geheimnisvoll klingt es ja schon, wenn das Bistum Essen zu einer „Komplizenkonferenz“ in ein Haus einlädt, dass eigentlich noch eine große Baustelle ist. Doch vielleicht war es gerade auch dieser symbolhafte Ort der Veränderung, der die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten „Komplizenkonferenz“ darin bestärkte, dass genau jetzt die Zeit ist, etwas in ihrer Kirche zu verändern. Auf Einladung des Gründerbüros für pastorale Innovationen waren Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Ruhrbistum am Freitagabend in den alten Wasserturm in Oberhausen gekommen, um gemeinsam der Frage nachzugehen, wie man Kirche für die Zukunft neu denken und gestalten kann. Das Gründerbüro ist eines der 20 Zukunftsbildprojekte im Bistum Essen und besteht aus einem Team rund um die Pastoralreferenten Lisa Keilmann und Florian Giersch.

„Das Wort Komplizen hat auch etwas kriminelles, aber diese kriminelle Energie braucht es vielleicht auch“, stimmte Moderatorin Ursula Hahmann die Teilnehmenden auf den Abend rund um das Thema „Veränderung“ ein.

Auch wenn sich alle Teilnehmenden einig waren, dass sich etwas in der Kirche verändern müsse, Unzufriedenheit war im „Leerstand“ in Oberhausen nicht zu spüren. Vielmehr dominierten den Abend Sehnsüchte, Anliegen, Visionen und der starke Wille, Kirche zu verändern und neue Wege auszuprobieren.

Wie das funktionieren kann, zeigte Rebecca John Klug, evangelische Pfarrerin in der Essener Innenstadt, die das Projekt „raumschiff.ruhr vorstellte. Neben ihren Angeboten zeigt Klug auf, wie sich das Projekt „raumschiff.ruhr“ in der Essener Marktkirche entwickelt hat. Es sei wichtig, sich in der Gründungsphase mit der Frage zu beschäftigen: “Warum will ich das eigentlich machen?“, so Klug. Das „raumschiff.ruhr“ sei trotz aller Überlegungen immer wieder auch ein Experiment, Kirche in einem anderen Raum erlebbar zu machen. Kirche könne gerade von Start-Ups in anderen Institutionen lernen, dass es völlig in Ordnung sei, wenn ein unvorhersehbarer Weg einmal auch nicht zum Erfolg führe. Wichtig sei es, sich immer wieder über das „Warum“ seines Projektes bewusst zu werden.

Über das persönliche „Warum“ und die individuellen Beweggründe, an einer Kirche der Zukunft mitzuarbeiten, fanden im Laufe der Konferenz Komplizen zueinander. Es entstand die Hoffnung, beim eigenen Suchen, Fragen und Unterwegssein nicht alleine zu sein.

Konkret wurde es für die rund 40 Visionäre dann in der zweiten Hälfte der Konferenz. In verschiedenen Workshops konnten sie Instrumente und Kreativitätstechniken kennenlernen, die in der Gründungsphase eines Projekts hilfreich sein können.

Am Ende der gut vierstündigen Konferenz sind aus vielen Suchenden und Visionären Komplizen für eine veränderte Kirche der Zukunft geworden, die mit Zuversicht in die Zukunft blicken.

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