von Thomas Rünker

Bottroper St. Cyriakus-Pfarrei legt Zukunftskonzept vor

Ergebnis nach zweieinhalb Jahren Beratung im Pfarreientwicklungsprozess. Gemeinsames Votum liegt nun Bischof Overbeck zur Entscheidung vor.

Die Bottroper Pfarrei St. Cyriakus hat im Rahmen des Pfarreientwicklungsprozesses jetzt ein Konzept für ihre künftige Entwicklung vorgelegt. Kern dieses in zweieinhalbjähriger Projektarbeit unter Beteiligung vieler Gemeindemitglieder entstandenen Votums sei die Überlegung, dass – trotz der Notwendigkeit von Einsparungen – „wir uns nicht ersatzlos zurückziehen wollen“, sagte Propst Paul Neumann, Pfarrer von St. Cyriakus. So sollen von den aktuell noch fünf Kirchen der Gemeinde zwar bis spätestens 2025 drei Kirchen (Herz Jesu, St. Elisabeth, St. Bonifatius) aufgegeben werden. Zugleich möchte die Pfarrei aber – neben den Kirchen St. Cyriakus und St. Ludger – auch Kapellen in Krankenhäusern oder Seniorenheimen sowie die sieben Kitas in der Pfarrei als pastorale Orte stärken.

Auf 24 Seiten hat die Pfarrei ihr Konzept detailliert zusammengestellt. Ausführlich legen die Verantwortlichen darin auch die Gründe für die Umstrukturierungen der Pfarrei dar und beziehen sich dabei sowohl auf Veränderungen in der seelsorgerischen Arbeit als auch auf größer werdende finanzielle Belastungen. Nachdem dieses Konzept nun vom Kirchenvorstand und dem Pfarrgemeinderat jeweils mit großer Mehrheit angenommen wurde, wird es Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck zur Entscheidung vorgelegt. „Sobald die Antwort da ist, legen wir los“, sagte Neumann. Dann würden einerseits nach guten Lösungen für die aufzugebenden Gotteshäuser gesucht – andererseits sollen neue pastorale Angebote an den verbleibenden und neu zu entwickelnden Orten entwickelt werden.

Ähnlich wie die Bottroper St. Cyriakus-Pfarrei sind alle Pfarreien des Ruhrbistums aufgefordert, in einem Pfarreientwicklungsprozess die künftige Struktur ihrer Pfarrei zu erarbeiten. Gemeinsam überlegen Gemeindemitglieder sowie ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter der Pfarrei, welche seelsorgerischen Angebote an den verschiedenen Orten in Zukunft nötig und gefragt sein werden – und welche die Pfarrei tatsächlich anbieten kann. Innerhalb des absehbaren finanziellen Rahmens ist für diese Überlegungen das Zukunftsbild des Bistums Essen maßgeblich.

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