Bistum präsentiert beim „Denkbar“-Abend Ergebnisse der Zukunftsbild-Projekte

150 Besucher informierten sich am Mittwochabend in der ehemaligen Kirche „Lighthouse“ in Essen darüber, wie die katholische Kirche an Rhein, Ruhr und Lenne gerade für neue Zielgruppen attraktiv werden will.

Pilgern durchs Ruhrbistum, Segensfeiern für Neugeborene und mehr Willkommenskultur in Kirchengemeinden – die 20 Zukunftsbild-Projekte des Bistums Essen waren am Mittwochabend Thema der achten „Denkbar“-Veranstaltung, zu der das Bistum Engagierte aus den Kirchengemeinden eingeladen hatte, diesmal in die ehemalige katholische Kirche „Lighthouse“ in Essen. An zahlreichen Ständen konnten die Besucher die Ergebnisse der zweieinhalbjährigen Projektarbeit kennenlernen, um womöglich die ein oder andere Initiative auch in der eigenen Pfarrei umzusetzen.

Neues Handbuch „Herzlich. Kirchlich.“

Den kirchlichen Blick zu weiten, und auch für bislang kaum erreichte Zielgruppen attraktiv zu sein, dabei sollen die Zukunftsbild-Projekte helfen. So hat das Projekt „Willkommenskultur in Kirchengemeinden“ beim „Denkbar“-Abend ein Handbuch vorgestellt, das unter der Überschrift „Herzlich. Kirchlich.“ auf fast 280 Seiten Praxistipps für Kirchengemeinden präsentiert – vom richtigen Umgang mit dem „Anrufaufnahmegerät“, über Checklisten für Veranstaltungen, Fragen der Erreichbarkeit von Pfarr- und Gemeindebüros bis zu einer fröhlichen Gestaltung von Weihnachts- und anderen Gottesdiensten. In den kommenden Wochen erhält jede Pfarrei eines dieser Ringbücher, das künftig mit Tipps zu weiteren, aktuellen Themen ergänzt wird. Zudem ist das Buch online verfügbar: Auf der Seite willkommen.bistum-essen.de gibt es eine pdf-Datei, weitere Informationen sowie eine Kontaktadresse für alle, die den Reader für 5 (im Bistum Essen) beziehungsweise 20 Euro bestellen möchten.

Generalvikar Klaus Pfeffer nahm in seiner Ansprache die Kirchenaustrittsstudie des Bistums zum Anlass dafür zu werben, dass die Gemeinden nicht nur die regelmäßigen Kirchgänger, sondern auch die Katholiken im Blick haben sollen, die nur selten die Angebote der Pfarreien nutzen. „Es ist doch ein spannender Gedanke gerade mit den Menschen in Kontakt zu kommen, die wir nicht auf unseren regulären Wegen erreichen, um von ihnen zu lernen und zu erfahren, wie sie sich die Kirche wünschen.“ Schließlich gebe es nach wie vor sehr viele Menschen im Ruhrbistum, die Mitglieder der Kirche seien und die Kirche mitfinanzierten, „die wir aber mit unseren klassischen Angeboten nicht erreichen“.

Pilgerweg wird im Herbst eröffnet

Auf großes Interesse der rund 150 Besucher in der ehemaligen katholischen Kirche St. Mariä Geburt stießen auch viele der anderen Zukunftsbild-Projekte. So wird im Herbst der Pilgerweg des Bistums Essen eröffnet, der Pilger auf fünf Teilstücken und insgesamt mehr als 200 Kilometern Länge dazu einlädt, das Ruhrbistum besser kennenzulernen – und vielleicht auch ein Stück weit sich selbst.

Das Projekt „Segnungsgottesdienste“ warb dafür, in weiteren Gemeinden Feiern anzubieten, in denen junge Familien mit ihren Neugeborenen die Freude über die Geburt feiern und ihre Kinder unter Gottes Segen stellen können. Weitere Themen waren das caritative Engagement, Fragen zur zeitgemäßen Gestaltung von Kirchen, Spiritualität oder das Projekt, mit dem Gemeinden ihren Seelsorgern Rückmeldungen zur Qualität der Gottesdienste geben können.

Pastoraldezernent Michael Dörnemann, mitverantwortlich für die Zukunftsbild-Projekte betonte, dass die Arbeit der Projekte weitergehe. Einige Themen würden nun von den zuständigen Fachleuten im Generalvikariat weitergeführt, andere in eigenen Projektgruppen. Aktuelle Informationen zu den Projekten und Kontakte gibt es auch weiterhin auf der Zukunftsbild-Internetseite.

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