Bischofstreffen auf Madagaskar mit dem Essener Weihbischof Schepers

VIII. Deutsch-Afrikanisches Bischofstreffen diskutiert in der kommenden Woche die „Ganzheitliche Entwicklung des Menschen“.

Weihbischof Ludger Schepers nimmt in der kommenden Woche am VIII. Deutsch-Afrikanischen Bischofstreffen auf Madagaskar teil. An der Begegnung von Mittwoch, 23., bis Sonntag, 27. Mai, mit dem Thema „Ganzheitliche Entwicklung des Menschen“ nehmen 16 Bischöfe aus Deutschland und afrikanischen Ländern teil.

Trotz des unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungsstands betrifft die zunehmende Globalisierung mit ihren ökonomischen, sozialen und kulturellen Umwälzungen die Gesellschaften auf beiden Kontinenten. Die Frage nach geeigneten sozioökonomischen und -kulturellen Entwicklungsmodellen steht deshalb im Mittelpunkt des fünftägigen Bischofstreffens, das von der Deutschen Bischofskonferenz gemeinsam mit der panafrikanischen Bischofskonferenz SECAM ausgerichtet wird.

Entwicklung nicht nur ökonomisch verstehen

Die Bischöfe werden sich dabei am Begriff der „ganzheitlichen Entwicklung“ orientieren, den Papst Paul VI. 1967 in seiner Enzyklika „Populorum progressio“ in die internationale Diskussion eingeführt hat. Der Papst hat damals einem einseitig ökonomisch verstandenen Entwicklungsdenken eine Absage erteilt und stattdessen Strategien gefordert, die den ganzen Menschen und das Wohl aller Menschen in den Blick nehmen. Deutsche und afrikanische Bischöfe stellen sich bei ihrer Zusammenkunft in Madagaskar der Frage, wie „Entwicklung“ bzw. „ganzheitliche Entwicklung“ angesichts der Globalisierung gestaltet werden kann.

Neben Weihbischof Schepers neben an der Konferenz auf deutscher Seite der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx aus München, der Vorsitzende der Kommission Weltkirche in der Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg, sowie der Mainzer Weihbischof Udo Bentz und der Aachener Weihbischof Johannes Bündgens teil. Die katholischen Hilfswerke Misereor, Missio und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ sind durch ihre Hauptgeschäftsführer bzw. Präsidenten vertreten. Von afrikanischer Seite nehmen neben dem Vorsitzenden der gesamtafrikanischen Bischofskonferenz SECAM, dem angolanischen Erzbischof Gabriel Mbilingi, Bischöfe aus zehn weiteren afrikanischen Staaten teil.

Die Tradition Deutsch-Afrikanischer Bischofstreffen reicht in die 1980er Jahre zurück. Seitdem kommen deutsche und afrikanische Bischöfe in unregelmäßigen Abständen zusammen, um über Themen zu beraten, die die Ortskirchen gemeinsam betreffen. Zuletzt fand das Deutsch-Afrikanische Bischofstreffen 2011 in München und Berlin zum Thema „Afrikanische Migration nach Europa“ statt.

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