von Ludger Klingeberg

Bischof Overbeck zu Gast auf Prosper-Haniel

Gemeinsam mit jungen Multiplikatoren besuchte Overbeck jetzt die letzte noch aktive Zeche des Ruhrgebiets.

Was bleibt von den Werten des Bergbaus, wenn 2018 der Steinkohleabbau endet? Dieser Frage stellte sich Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck jetzt im Bottroper Bergwerk Prosper-Haniel bei einer Grubenfahrt mit jungen Leuten aus dem Ruhrbistum. Das Projekt „Glückauf Zukunft – Aus Herkunft Zukunft gestalten“ der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ und die RAG-Stiftung hatten den gemeinsamen Besuch des Bischofs mit jungen Multiplikatoren aus Wissenschaft, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft auf der letzten noch aktiven Zeche des Ruhrgebiets organisiert. Dabei wurde deutlich, dass trotz Hightech auch im 21. Jahrhundert die Arbeit unter Tage hart ist. 1200 Meter unter der Erde erbringen Menschen und Maschinen unter herausfordernden Bedingungen Höchstleistungen.

Lässt sich das Positive der durch den Bergbau geprägten Mentalität einer kulturellen Offenheit und des gegenseitigen Einstehens füreinander aufs Neue in die Zukunft übertragen? Wie geht die Kirche ihrerseits mit einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen um? Darüber diskutierte die Gruppe nach der Grubenfahrt mit Bischof Overbeck und RAG-Personaldirektor Bernd Beier sowie Matthias Keidel und Martin Schröder vom „Wolfsburg“-Projekt „Glückauf Zukunft! – Aus Herkunft Zukunft leben“.

Das Gespräch mit dem Bischof zeigte: Die Solidarität und der Zusammenhalt unter Tage sind grade für die turbulenten Umwälzungen der Gegenwart beispielgebend. Die viel beschworene, anpackende Solidarität und praktische Integration verschiedener Kulturen im Ruhrgebiet hat ihren Ausgangspunkt in der Welt der Montanindustrie.

Die Grubenfahrt und die Gespräche insbesondere auch zwischen den unterschiedlichen Generationen bestärkten alle Teilnehmenden, diese Werte in ihre jeweiligen Wirkungsfelder mitzunehmen und für sie in einer pluralen und noch stärker diversifizierten Gesellschaft verschiedener Kulturen zu werben.

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