Bischof Overbeck: Den Politik- und Wirtschaftsraum Europa stärken

In seiner Osterpredigt warb der Bischof dafür, jenen Politikern Ver-trauen zu schenken, die Kompromisse für Europa aushandeln

Für Vertrauen in das europäische Projekt hat der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck in seiner Osterpredigt geworben. Christen trügen eine Verantwortung für die europäische Kultur mit der Aufgabe, Menschenrechte und Demokratie, die Trennung von Religion und Politik, Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit zu stärken, sagte der Bischof in der Osternacht im Essener Dom. Wenn damit wirtschaftliches Gemeinwohl und soziale Sicherheit einhergingen, könne Vertrauen wachsen in ein Leben in Europa, das für alle gut sei.

„Darum ist es notwendig, die positiven Ziele im großen Politik- und Wirtschaftsraum Europa zu stärken“, so Overbeck. Alle Versuche, sich aus dem gemeinsamen Raum Europa zu entfernen, förderten chaotische Zustände, wie in diesen Tagen zu beobachten sei. Der Bischof warb dafür, denen Vertrauen zu schenken, die auf politischer Ebene mühsam Kompromisse aushandelten für so viele unterschiedliche Menschen, Meinungen und Politikverständnisse. Ein „Rückzug ins Vertraute“ und Verlust der Toleranz anderen gegenüber sei heute in vielen Ländern zu beobachten. In Europa ebenso wie in der Kirche gelte jedoch: „Wir müssen uns vertraut machen mit Veränderungen.“

Predigt Bischof Franz-Josef Overbeck im Wortlaut:

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