Bischof Overbeck betet Kreuzweg auf der Halde Haniel

Die traditionsreiche Prozession zieht alljährlich an Karfreitag Tausende Menschen an.

Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck betet am Karfreitag, 30. März,  mit Christen aus dem ganzen Ruhrgebiet den 24. Kreuzweg auf der Halde Haniel. Der Kreuzweg auf einer der höchsten Halden des Ruhrgebiets zieht alljährlich viele Tausend Menschen an. Zwar wird zum Jahresende das Bergwerk Prosper Haniel geschlossen, die Kreuzweg-Tradition am Karfreitag soll aber erhalten bleiben. Die Prozession startet um 9.30 Uhr am Sportplatz östlich der Kreuzwegbrücke an der Stadtgrenze zwischen Bottrop und Oberhausen (Fernewaldstraße) und wird von Vertretern des Bottroper Bergwerks Prosper-Haniel begleitet. Während des Kreuzweges wird eine Kollekte für das „Sternenzelt“ gesammelt. Mit dem „Sternenzelt“ bietet das Ambulante Hospiz Oberhausen Trauerhilfe und Begleitung für Kinder, Jugendliche und Familien an, die einen nahestehenden Menschen verloren haben.

Parkmöglichkeiten sind auf dem Betriebsgelände von Prosper-Haniel vorhanden, zu erreichen von der B 223. Der Fußweg von den nächstgelegenen Bus-Haltestellen „Abzweig Haniel“ (Linien 251 und 261) oder „Spechtstraße“ (Linien 953, 961 und 979) bis zum Treffpunkt dauert zwischen fünf und 15 Minuten. Einmal stündlich fährt zudem der Taxibus 217 auf Vorbestellung bei der Vestische Straßenbahnen GmbH direkt bis zur Haltestelle „Zeche Franz Haniel“. Zwischen dem Bergwerk und dem Halden-Plateau wird für ältere und gehbehinderte Menschen ein Bus-Pendelverkehr eingerichtet.

Hintergrund

Die 15 Kreuzwegstationen, die von der verstorbenen Künstlerin und Ordensfrau Tisa von der Schulenburg (Schwester Paula), dem Oberhausener Künstler Adolf Radecki und Auszubildenden des Bergwerks Prosper-Haniel geschaffen wurden, sind einzigartig in ihrer Art und Präsentation. Jede Station besteht aus einer Kupfertafel mit je einer Darstellung der Leidensgeschichte Christi und einem Element aus der Arbeitswelt des Bergbaus. Ergänzt werden sie durch Schrifttafeln mit Aussagen bekannter Persönlichkeiten der Kirche. Die Elemente der Haldengestaltung sind auch Ausdruck der Verbindung von Arbeit, Kirche und Umwelt. Der Kreuzweg endet auf dem Haldenplateau am großen Holzkreuz, das Auszubildende des Bergwerks 1987 zum Besuch von Papst Johannes Paul II. im Ruhrgebiet aus sogenannten Spurlatten aus dem Bergbau errichtet haben.

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