Bischof beauftragt 80 Lehrer für den Religionsunterricht

Bei der Verleihung der „Missio Canonica“ im Essener Dom stimmt Ruhrbischof Overbeck die Pädagogen auf eine Arbeit in einem zunehmend ökumenischen Kontext ein. Ab Sommer startet konfessionell-kooperativer Religionsunterricht im Bistum Essen.

Bischof Franz-Josef Overbeck hat am Samstagabend in einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom 80 junge Männer und Frauen als Religionslehrer beauftragt. Eine Aufgabe, bei der der ökumenische Kontext immer wichtiger werde, betonte Overbeck. Viele der jungen Lehrer würden „Schritt für Schritt mit der Wirklichkeit eines konfessionell kooperativen Religionsunterrichtes konfrontiert sein“, verwies der Ruhrbischof auf das gemeinsam mit den evangelischen Landeskirchen in NRW entwickelte neue Unterrichtskonzept für gemischte Lerngruppen. Ab dem Sommer können katholische und evangelische Schüler gemeinsam im Fach Religion unterrichtet werden, wenn es einen fest vereinbarten Wechsel der Lehrer beider Konfessionen gibt. Dieser Unterricht fordere die Religionslehrer „in ihrer katholischen Identität mehr heraus als bisher“, hob Bischof Overbeck hervor.

Ohnehin gehe es für Religionslehrer im Umfeld von Schule immer wieder darum „den eigenen Standpunkt zu kennen“ und den Schülerinnen und Schülern zu helfen ihren Standpunkt zu finden. „Der Standpunkt des Glaubens benötigt Wissen und Erfahrung“, so Overbeck. Für die jungen Religionslehrer verbinde sich dabei nun „Ihre Professionalität mit Ihrer gläubigen Erfahrung“. Der Bischof ermutigte die Pädagogen „Ihren eigenen religiösen Standpunkt immer tiefer kennen zu lernen, in einer persönlichen religiösen und glaubwürdigen Praxis zu bezeugen, zu vertiefen und den Reichtum an Wissen und Reflektion, der aus dem christlichen Glauben stammt, auf professionelle Weise in den Religionsunterricht einzubringen“.

Verbunden mit einem persönlichen Glückwunsch erhielt während des Gottesdienstes im Dom jeder der 80 Pädagogen seine „Missio Canonica“ aus der Hand des Bischofs. Diese Urkunde der „kirchenamtlichen Sendung“ bestätigt die Beauftragung, den Religionsunterricht zu erteilen und ist für eine Anstellung als Religionslehrer erforderlich. Die 80 neuen Lehrer kommen aus fast allen Städten des Bistums Essen – und darüber hinaus. Allein 25 Pädagogen kommen aus Essen, elf aus Bochum, sechs aus Mülheim, fünf aus Gelsenkirchen, drei aus Duisburg und zwei aus Gladbeck. Die weitaus meisten werden künftig entweder an Gymnasien und Gesamtschulen oder an Grund-, Haupt- und Realschulen tätig sein, sieben Lehrer unterrichten an Berufkollegs, fünf an Förderschulen.

Die Predigt von Bischof Overbeck:

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