24. Oktober: Palas de Rei – Arzúa

Nach einer bequemen Nacht wurden wir um luxuriöse 7:30 Uhr geweckt. Die morgendliche Routine lief heute schneller ab als sonst. Nach nicht einmal zwei Stunden war der Plaza Major, unser Frühstücksplatz, leer gefegt und 43 Pilger waren bereit für die Morgenrunde und den Abmarsch.


Bei noch trockenem Wetter sind wir auf unserer 25-Kilometer-Etappe in Richtung Ribadiso losgelaufen. Der Weg war hügeliger als im Wanderführer beschrieben und wurde durch den dann doch noch einsetzenden Regen erschwert. Es ging durch Wäldchen und Dörfer mit kleinen Bauernhöfen. Klitschnass pilgerten wir von Treffpunkt zu Treffpunkt.


Die letzten zwei Kilometer nach Ribadiso liefen wir noch immer im Ungewissen, was die Unterkunft für heute  betraf. Dort angekommen fanden wir weder Truck noch Team vor, und ahnten schon nichts Gutes. Dann kam Schumi und bestätigte unsere Vorahnung, weitere vier Kilometer nach Arzúa laufen zu müssen. Wir kämpften uns zwei letzte „Hügelchen“ hoch und kamen unserem Ziel schneller und vor allem nasser entgegen, als wir dachten.


In der Turnhalle angekommen, die unser Truckteam für uns organisiert hatte, zogen wir unsere vom Regenwasser triefenden Sachen aus und bereiteten uns schon mal seelisch auf kalte Duschen vor, die wir bisher immer in Turnhallen oder Ähnlichem vorgefunden haben. Aber: unser „Engelchen“ Lara verkündete uns die frohe Botschaft, es gäbe warmes Wasser!!! Nachdem der Truck ausgeladen war, stürmten alle glücklich den Sanitärtrakt.


Nun sitzen wir zum größten Teil aufgewärmt auf unseren Schlafplätzen und lassen diesen nasskalten Tag ausklingen. Gleich gibt’s wieder leckeres Essen und dann ruft der Schlafsack!


 Nur noch 36 Kilometer bis Santiago - deshalb sind alle ein wenig in Aufregung und voller Vorfreude auf unser fast schon greifbares Ziel.

Buenas Noches, Anna Hiegemann& Sarah Kloska

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