20. Oktober: O Cebreiro –Triacastela

Als wir heute morgen aufwachten, hörten wir von Schumi, dass es wohl nichts mit „Sonne lacht“ sein wird. Man musste nur aus dem Fenster schauen, wenn man es konnte. Die Sicht war minimal, es schüttete wie aus Eimern. Auch der Spruch: Mit dem Kopf in den Wolken traf zu 100% zu. Nach unserer Morgenrunde, die zum Glück im Trockenen stattfand, begaben wir uns auf die heutige Etappe. Zunächst liefen wir alle zusammen im „Gänsemarsch“  an einer Straße entlang. Schumi mit einer schönen Warnweste voran und Arthur ebenfalls mit Warnweste hinten dran. Sie nannten sich die „Michelinmännchen“.


 So ging es auf die ersten Kilometer. Als wir dann endlich ein Stück von der Straße wegkamen, gab Schumi freie Fahrt für die Leute die schneller liefen. Schnell zog sich die Gruppe auseinander. Leider wollte das Wetter immer noch nicht besser werden, also mussten wir unsere erste Pause im Regen machen. O.k., einen kleinen Vorteil hatten wir:  wir konnten uns ein wenig unterstellen. Wir wollten nicht wirklich weiterlaufen, alles war nass und kalt. Die Pause fand auf einem Pass statt der auf 1270 m Höhe lag. Alle dachten das wäre die letzte Steigung, leider war dem nicht so. Wir bekamen die Nachricht, dass wir einen weiteren sehr unangenehm Pass erklimmen müssen. Aber bis dieser kommen würde, lagen noch einige Kilometer vor uns. Nur das Wetter wollte immer noch nicht besser werden. Aber auf dem Weg klarte der erst später Himmel ein ganz kleines bisschen auf und sehr selten kam auch mal die Sonne raus. Als wir in unserem zweiten Pausenort ankamen, lief uns eine Herde Kühe über den Weg, diese sollte aber nicht die einzige sein.


Das Wetter wurde mit der Zeit immer schöner und auch unser Zielort rückte immer näher. Leider war immer noch ungewiss, ob wir eine Herberge haben würden oder ob wir die Zeltvariante nehmen mussten. Auf dem letzten Stück hatten alle aufgrund des besser werdenden Wetters gute Laune und dachten nicht über die Herberge nach. Den Zielort konnte man schon früh sehen. Dies ließ uns noch einen Schritt schneller laufen. Von dem Zeitpunkt an, von dem man ihn sehen konnte, ging es nur noch bergab. Wir liefen durch ein kleines Dorf in dem ein eindrucksvoller Kastanienbaum stand, dieser war breit und alt. Er war ein Bestandteil der kleinen Mauer.


Kurz nach diesem Ort kam schon unser Zielort Triacastela. Glücklich kamen wir an und erfuhren, dass wir Schlafplätze sicher hatten, uns aber auf 2 Herbergen verteilen mussten. Diese liegen aber nur 300 Meter auseinander.


Um 18 Uhr gab es Abendessen, welches wieder gut schmeckte. Danach gab es in der kleinen Herberge eine  „Musikgemeinschaft“ die einige Lieder anstimmte. Nach der Abendrunde werden wir wieder alle hoffentlich gut schlafen. Außerdem wäre es toll, wenn unsere Schuhe und Jacken bis morgen trocken wären… ;-)


Lukas Malms

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