Hilfe bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener

Die katholische Kirche verurteilt jeden sexuellen Missbrauch als Anwendung von Gewalt und Missbrauch von Macht. Sexueller Missbrauch ist eine Straftat und bedeutet ein schweres Verbrechen an der Würde und Integrität des Menschen. Der Missbrauch bewirkt großes Leid bei den Opfern und ihren Angehörigen. Das trifft insbesondere dann zu, wenn der sexuelle Missbrauch von Geistlichen oder anderen im kirchlichen Dienst Beschäftigen ausgeübt wird. Dadurch wird außerdem die Glaubwürdigkeit der Kirche, das in sie gesetzte Vertrauen sowie ihre Botschaft stark beschädigt. Große Erschütterung löst ein solches Verhalten auch in den betroffenen Gemeinden und Institutionen aus.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch aus dem Jahre 2011 überarbeitet und fortgeschrieben. Für die Dauer von fünf Jahren sind am 26. August 2013 die „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ erlassen worden.

Das Bistum Essen erarbeitet unter der Leitung seiner Präventionsbeauftragten, Dr. Andrea Redeker, seit 2010 Schutzmaßnahmen, um sexuellen Missbrauch nach Möglichkeit zu verhindern. Durch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck wurde eine Präventionsordnung erlassen, die für sämtliche Einrichtungen des Bistums Essen Gültigkeit hat. Zu der Arbeit der Präventionsstelle des Bistums gehört auch, dass auf der Grundlage der oben genannten Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz die Verfahrensordnung im Bistum Essen überarbeitet wurde.

Am 1. Oktober 2014 hat Bischof Dr. Overbeck die neue Bischöfliche Verfahrensordnung Missbrauch (BVerfO Missbrauch) erlassen.

Ziel dieser Verfahrensordnung ist es, durch eine klare Regelung der Zuständigkeiten ein schnellstmögliches Reagieren bei Anschuldigungen zu erreichen und das Verfahren transparent darzulegen, sodass die Betroffenen die notwendige Hilfe und Unterstützung erhalten und jedem Verantwortlichen in den Gemeinden und Institutionen ein Leitfaden für seine Vorgehensweise an die Hand gegeben wird. 

Wenn Sie selbst Betroffene oder Betroffener sexualisierter Gewalt durch eine/n Mitarbeiter/in bzw. ehrenamtlich Tätigen des Bistums Essen sind oder ein/e Angehörige/r oder Kenntnis von einem Vorfall erlangen, wenden Sie sich bitte an eine/n der zwei beauftragten Ansprechpersonen.

Bischöfliche Beauftragte für die Prüfung von Vorwürfen sexualisierter Gewalt

Angelika von Schenk-Wilms

Zwölfling 16
45127 Essen

Vertreter der Bischöflichen Beauftragten für die Prüfung von Vorwürfen sexualisierter Gewalt

Karl Sarholz

Zwölfling 16
45127 Essen

Informationen

25. September 2018

Missbrauchsstudie sorgt für Trauer, Scham und Zorn in der Kirche

Essener Generalvikar Klaus Pfeffer stellt die sogenannte MHG-Studie mit Blick auf das Ruhrbistum vor. „Ich schäme mich für meine Kirche und bin unendlich traurig“, sagte Pfeffer vor Journalisten in Essen. Mehr

Compliance-Bericht

Bistum Essen und „axis“-Rechtsanwälte legen Ergebnisbericht zur Prüfung aller Personalakten von Priestern und Diakonen vor.

Compliance-Bericht zum Download >> PDF

Thema: Sexueller Missbrauch

Eine Website der Deutschen Bischofskonferenz:
http://www.dbk.de/themen/thema-sexueller-missbrauch/

Statement von Bischof Dr. Stefan Ackermann (Trier) zum Interdisziplinären Forschungsverbundprojekts in Bonn
Statement im Wortlaut

Interdisziplinären Forschungsverbundprojekts
Präsentation zum Download

 Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
https://www.aufarbeitungskommission.de/

Der Beraterstab berät die Bischöfliche Beauftragte zu vorliegenden Fällen und gibt Entscheidungsempfehlungen. Der Beraterstab setzt sich gemäß der Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz aus externen Experten aus den verschiedenen Fachbereichen, wie z. B. der Kinder- und Jugendpsychiatrie, zusammen.
Das sind folgende Kompetenzen:

  • psychiatrisch/psychotherapeutisch,
  • pastoral,
  • juristisch,
  • kirchenrechtlich,
  • fundierte fachliche Erfahrung mit Opfern.

Die Missbrauchsbeauftragte, ihr Vertreter und der Beraterstab sind unabhängig. Sie üben diese Tätigkeit ehrenamtlich aus. 

Ihm gehören zur Zeit an:
Anja Berresheim (Ergotherapeutin)
Werner Einig (Psychologe / Psychotherapeut)
Christiane Gerard (Rechtsanwältin, Diözesanrichterin)
Pater Adam Kalinowski OFMConv. (Ordenspriester)
Wilhelm Lethen (Rechtsanwalt)
Dr. Hanna-Zofia Libera (Gynäkologin)
Dr. Berthold May (Allgemeinmediziner)
Werner Meyer-Deters (Sozial- und Gewaltpädagoge)
Niko Neuhoff (Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie)
Dr. Andrea Redeker (Präventionsbeauftragte gegen sexualisierte Gewalt, Theologin)
Karin Schneider (Sozialpädagogin, Spezialgebiet Suchtproblematik)
Hubertus Strippel (Diplompädagoge, Diözesanreferent Behindertenhilfe/Psychiatrie)
Angelika Winkels (Diplompädagogin, Sozialpädagogin, Altenheimleiterin)

Ansprechpartner

Bischöfliche Beauftragte für die Prüfung von Vorwürfen sexualisierter Gewalt

Angelika von Schenk-Wilms

Zwölfling 16
45127 Essen

Vertreter der Bischöflichen Beauftragten für die Prüfung von Vorwürfen sexualisierter Gewalt

Karl Sarholz

Zwölfling 16
45127 Essen

Sekretariat

Michaela Meyer

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-230

0201/2204-330

michaela.meyer@bistum-essen.de