Impuls zur Seelsorge mit psychisch erkrankten Menschen

Da wäre Platz …

Einschränkungen aufgrund von psychischer Erkrankung sind oftmals nicht sichtbar wie ein Gips oder selbst eine ansteckende Erkältung. Ob das ein Grund ist, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen andere Menschen schon mal schnell verunsichern, so dass „man“ sich zurück hält?

„Wie sollen wir in Kontakt kommen?“

In der seelsorglichen Begleitung stellen wir fest, wie intensiv viele psychisch belastete und erkrankte Menschen unsere Welt wahrnehmen und mehr – oftmals zuviel – sehen. Und wir stellen fest, dass sie selbst meistens um die Not wissen, in Kontakt zu kommen.

Dies zu ändern, so wie es mein Gegenüber möchte, das ist zeitaufwendig. Aber es lässt einen Blick in individuelle Welten zu, die vielfältig und stark sind und im Staunen unsere übliche Welt bereichern, verändern und erweitern.

Ist das verrückt? – Keineswegs, denn psychisches Leid hat zwar oft körperliche Anteile,

zugleich aber auch psycho-soziale Umstände, die das Leben geschwächter Menschen mit ihren Möglichkeiten zu schnell, ohne Verstehen und zu Unrecht einschränken.

Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Psychiatrie bieten einen Raum für Begegnungen und Austausch, Gebet und Segen. In diesem Raum können Menschen über ihre Einschränkung durch die Krankheit hinaus suchen, fragen und auch finden.

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an

Dr. Gerhard Dittscheidt, gerhard.dittscheidt@bistum-essen.de

Referent für die Krankenhausseelsorge im Bistum Essen, Psychatrieseelsorger