Aktuelles aus dem Dezernat

An den drei-einen Gott glauben…

"Herzlichen Glückwunsch zu diesem Thema, hier befassen Sie sich mit der »innersten Herzkammer« der Theologie.“ Mit diesen Worten begann Prof. Dr. Manfred Gerwing (Uni Eichstätt- Ingolstadt) den Studientag am 31.10.2019 in der Mülheimer Wolfsburg.

Er besprach das Thema der Trinität dezidiert, gab einen fachwissenschaftlichen Abriss und ging vor allem auf zentrale Grundelemente ein, die er auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau, aber zugleich nachvollziehbar und anschaulich erläuterte. Wesentlich bleibt, dass Gott sich selbst verständlich macht, denn er teilt sich uns mit und offenbart sich uns als Liebe. Anhand stimmiger Schaubilder und humorvoller Anekdoten untermalte er seinen Vortrag überaus stimmig.

Im Anschluss hieran wurden unterschiedliche Workshops angeboten:
Für die Primarstufe konnte Martin Gerste (Grundschulleiter, Duisburg) hilfreiche Impulse setzen. Er stellte nicht nur zahlreiche Materialen vor, sondern präsentierte Unterrichtsentwürfe und dazu passende methodische Zugänge. Marcus von der Gathen (Stellv. Schulleiter St. Hildegardis Gymnasium, Duisburg) beschäftigte sich mit seiner Arbeitsgruppe zum Thema Trinität für die Sekundarstufe I. Er gab einen ausführlichen Blick in die Kernlehrpläne und entwickelte anhand ausgewählter vertiefender Materialien zielführende Ansätze für den Religionsunterricht. Dr. Paul Platzbecker (Leiter des Instituts für Lehrerfortbildung, Essen-Werden) gab einen Einblick zum Thema für die Sekundarstufe II. Auch er stellte spannende Materialien für die praktische Umsetzung im Unterricht der Oberstufe vor und kam mit seinen WorkshopteilnehmerInnen ins ausführliche Gespräch.

Auch die abschließende Reflexionsrunde verdeutlichte, dass es eine gelungene Fortbildungsveranstaltung in herzlicher Atmosphäre war, bei der man sein Wissen theologisches sowie religionsdidaktisches Wissen umfassend erweitern konnte.

Wir, das Team des Dezernats Schule und Hochschule, freuten uns sehr, auch in diesem Jahr wieder einen Studientag ausrichten zu können. Wir wünschen allen Teilnehmenden gutes Gelingen für die unterrichtliche Umsetzung der thematischen Entfaltung zur „inneren Herzkammer“ der Theologie!        

Herzlichen Dank an die Referenten und alle Teilnehmenden, die den Tag zu einem echten Erlebnis gemacht haben! 

Um Ihnen die Bedienung unserer Homepage etwas zu erleichtern und eine Trennung zwischen aktuellen Meldungen und unserem Unterrichtsmaterial zu schaffen, haben wir einen neuen Bereich eingerichtet, wo Sie ab sofort nur noch die Arbeitshilfen und Tipps für den Religionsunterricht finden.

Schauen Sie hier gerne in unserem neuen Bereich nach, ob etwas für Sie dabei ist.

Gabriele Eichwald-Wiesten

Nachdem ich in den vergangenen 16 Jahren als Lehrerin an verschiedenen Realschulen im Ruhrgebiet die Fächer Religion, Musik und Mathematik unterrichtet habe, verstärke ich seit dem 1. Juli 2019 das Team des Dezernats Schule und Hochschule als Referentin für Grundschulen.

Das Fach Katholische Religion qualitativ weiter zu entwickeln verdient in unserer Zeit besondere Aufmerksamkeit und liegt mir sehr am Herzen. Auch die Begleitung, Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen in ihrer Arbeit vor Ort, aber auch durch Fort- und Weiterbildung sind Aufgaben, die mich herausgefordert haben, noch mal einen neuen Weg in meinem Berufsleben einzuschlagen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Team des Dezernates und auf die vielfältigen Begegnungen an den Schulen und bei den Fortbildungen.

Hallo, ich bin der Neue!

Mein Name ist Ludger Hogeback und ich verstärke seit dem 1. Mai 2019 das Team des Dezernats Schule und Hochschule als Referent für Haupt-, Real-, Gesamt-, Sekundar- und Förderschulen.

Nach einer Karriere als Grafiker suchte ich auf der halben Strecke zum Pensionsalter noch eine spannende Herausforderung – es schien ein guter Zeitpunkt zu sein, etwas Neues zu probieren. Eine Gelegenheit an Altes anzuschließen war es auch: Ein damals nicht beendetes Studium lockte mit der Aussicht auf einen Abschluss. Dabei war die Aussicht auf einen anderen Beruf gar nicht im Mittelpunkt der Entscheidung, denn ich hatte ja schon einen Beruf und er gefiel (und gefällt) mir noch. Andererseits erwies es sich dann doch als ein lohnendes Ziel, Lehrer für katholische Religion und Politik/Sozialwissenschaften zu werden.

Also fand ich mich im Referendariat und im Lebensraum Schule wieder. Eher zufällig als absichtlich fand sich dann der eine Job, den ich noch lieber haben wollte. So kam ich hier her.

Ich freue mich sehr, im Bistum Essen als Begleiter für Lehramtsanwärter*innen und Lehrer*innen den Weg der Kirche in die Zukunft mutig, entschlossen und fundiert mit zu gestalten.

Wir sehen uns! Ihr Ludger Hogeback

Der Religionspädagogische Abend war für Bischof Dr. Overbeck der angemessene Rahmen, um eine nicht alltägliche Ehrung vorzunehmen: im Beisein zahlreicher Religionslehrerinnen und Religionslehrer zeichnete er Franz-Josef Stapelmann mit dem päpstlichen Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice (Für Kirche und Papst) aus.

Dieser Orden, so führte Bischof Dr. Overbeck in der Laudatio aus, würdige nicht nur Herrn Stapelmanns Arbeit im Generalvikariat. Diese Auszeichnung honoriere auch sein langjähriges Engagement als Diözesanvorsitzender des Deutschen Katecheten-Vereins, seinen großen Arbeits- und Zeiteinsatz für die Durchführung von vielen Reisen, auf denen er Menschen zu interreligiösen Begegnungen geführt hat, und seine vielen Dienste in seiner Heimatgemeinde in Bottrop.

Das päpstliche Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice ist eine Anerkennung besonderer Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes. Zu diesen Anliegen gehören wesentlich auch Schule und Katechese. Der Bischof deutete darauf hin, dass in der Mitte des Ordens Petrus und Paulus dargestellt sind. Petrus könne dafür stehen "Flagge zu zeigen" und Paulus dazu ermuntern, für die Weitergabe des Glaubens einzutreten.

In seinen Dankesworten sagte Franz-Josef Stapelmann, dass diese Auszeichnung sicherlich eine Ehrung sei. Sie bedeute ihm aber auch Anspruch und Verpflichtung, sich weiter "als Arbeiter im Weinberg der Herrn" zu engagieren. Die Motivation seines Handelns habe ihren Grund in Jesus, daraus beziehe er Kraft und Freude.

(Autor: Eberhard Streier)

Wohin entwickelt sich der Religionsunterricht?

Wohin entwickelt sich der Religionsunterricht? Diese Fragestellung beschäftigt offenbar viele, denn über 100 Religionslehrerinnen und Religionslehrer kamen am 15. März in die Wolfsburg, um sich damit auseinanderzusetzen. In ihrer Begrüßung zum diesjährigen Jahresempfang stellte Dezernentin Eva Lingen zunächst einen thematischen Bezug zur Struktur- und Vertrauenskrise der Kirche her und verwies auf den Druck, der daraus für Religionslehrerinnen und Religionslehrer im Schulalltag resultiert. Sie bot den Kolleginnen und Kollegen an, sich mit diesen Sorgen und Nöten ans Schuldezernat zu wenden, um diesbezüglich wirksame Formate zu entwickeln.

Der Referent des Abends musste nicht lange vorgestellt werden, denn Prof. Dr. Rudolf Englert prägte den Religionsunterricht im Ruhrgebiet und darüber hinaus wie kein anderer und wohl niemand bereicherte die religionspädagogische Wissenschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten so sehr wie er. Ende Januar hielt er in der Universität Essen seine Abschiedsvorlesung.

An diesem Abend zeigte Rudolf Englert vier Problemfelder auf, welche die Entwicklung des Religionsunterrichts wesentlich beeinträchtigten:

  1. Teilweise frustrierende Bedingungen
  2. Entwicklung in Richtung einer "Sachkunde Religion"
  3. Die schwierige Fassbarkeit des Mehr-als-Kundlichen
  4. Anzeichen einer "Vereindeutigung der Welt"

In der anschließenden von Nicola Stud moderierten Diskussionsrunde mit Bischof Dr. Overbeck konstatierte Professor Englert zunächst, dass selbst das Grundgesetz keine Bestandsgarantie für den RU gibt und dort, wo noch konfessionell draufsteht, der Inhalt oft nicht mehr gegeben ist. Auch die Konfessionelle Kooperation bietet hier keine Bestandsgarantie. Eine Prognose ist hier jedoch schwierig; das konfessionelle Gerüst kann Einstürzen, es kann aber auch ganz anders kommen.

Dennoch blickt Bischof Dr. Overbeck optimistisch in die Zukunft: "Wer sich weiterentwickeln will, wird Spaß am Religionsunterricht haben." Der Religionsunterricht hat in den letzten Jahren viele Stärken entwickelt und auch die religionskundlichen Fächer wollen heute nicht nur informieren, sondern mitunter auch herausfordern und konfrontieren. Der Religionsunterricht ist für die Schulentwicklung wichtig, weil er für die eigene Entwicklung elementar wichtig ist. Zudem leistet er auch notwendige soziale Arbeit. Er ist eine Riesenchance für den freiheitlichen Staat.

(Autor: Eberhard Streier)

Missio Canonica – Berufung und Beruf

Bischof Franz-Josef Overbeck hat am Samstagabend in einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom 57 junge Männer und Frauen als ReligionslehrerInnen beauftragt. Insgesamt erhielten für dieses Jahr 71 zukünftige Religionslehrer im Bistum Essen ihre Unterrichtserlaubnis - die Lehrer, die am Samstag nicht im Dom sein konnten, erhalten ihre Urkunden später.

Die feierliche Verleihung der Missio Canonica im Hohen Dom zu Essen fand am 9. März im Rahmen der Vorabendmesse statt. Nach einem stimmungsvollen Gottesdienst, feierten die Missio-Kandidaten zusammen mit ihren Familien und Freunden beim Sektempfang in der Aula des Bischöflichen Generalvikariats weiter. Die Dezernentin Eva Lingen begrüßte alle Anwesenden herzlich, stellte die MitarbeiterInnen des Dezernats Schule und Hochschule vor und machte die Gäste auf die anwesenden VertreterInnen unterschiedlicher Intuitionen aufmerksam.

Das Team des Dezernats Schule und Hochschule wünscht allen Missio-Kandidaten dieses Jahrgangs alles erdenklich Gute und Gottes Segen für die neuen beruflichen Herausforderungen!   

Weitere Bilder und einen ausführlichen Artikel finden Sie hier >>>

Das neue "kontexte"- Magazin ist da!

Titelthema: Die Zukunft des Religionsunterrichts

Entdecken Sie aus unterschiedlichen Perspektiven den Religionsunterricht der Zukunft!
Angelehnt an seinen Vortrag beim Religionspädagogischen Abend 2019 führt Prof. D. Rudolf Englert (Lehrstuhl für Religionspädagogik, Uni Duisburg-Essen)durch die Problemfelder der Religionsunterrichts. Anika Thanscheidt (Wissenschatliche Mitarbeiterin, Institut für Kath. Theologie der TU Dortmund) zeigt die Seiten der jugendlichen Religiösität auf. Bernhard Grom SJ (Prof. em. für Religionspsychologie und -pädagogik, Hochschule für Philosophie, München) geht bei diesem Thema auf Religionspsychologische und -pädagogische Überlegungen ein und Dr. Volker Glunz (Religionslehrer am der Sekundarschule) verbindet die Digitalen Medien mit dem Religionsunterricht.
Weitere interessante Berichte über Ereignisse rund um den Religionsunterricht im Bistum Essen, dem Dezernat Schule und Hochschule und den bischöflichen Schulen finden Sie natürlich wie gewohnt auch im Magazin. Genauso wie die praktische Medienlese und den aktuellen Fortbildungskalender.
Auch diesmal ein buntes und spannendes Magazin. Viel Spaß beim Lesen!

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis. So können Sie sich auch einen optischen Überblick verschaffen.

Hinweis: Falls Sie als ReligionslehrerInnen oder sonstige Interssierte im Bistum Essen das Magazin noch nicht kostenlos erhalten, lassen Sie sich doch einfach in den Postverteiler eintragen. Kontaktieren Sie uns hierfür gerne per Mail.

Die Möglichkeit zur konfessionellen Kooperation im Religionsunterricht an Schulen im Bistum Essen startete zum Schuljahr 2018/19. Weitere Hinweise erhalten Sie auf unserer Homepage im Bereich „Religionsunterricht“.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Team des Dezernats Schule und Hochschule wenden.

Ansprechpartner

Dezernat Schule und Hochschule

Zwölfling 16
45127 Essen