Aktuelles aus dem Dezernat

Verleihung der Missio Canonica 2020

„Kreatives Zusammenspiel“ der vielen Glaubens-Komponenten

Bischof Franz-Josef Overbeck hat am Sonntag in einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom 70 junge Männer und Frauen als ReligionslehrerInnen beauftragt. Insgesamt erhielten für dieses Jahr 75 zukünftige Religionslehrer im Bistum Essen ihre Unterrichtserlaubnis - die Lehrer, die am Samstag nicht im Dom sein konnten, erhalten ihre Urkunden später.

Die feierliche Verleihung der Missio Canonica im Hohen Dom zu Essen fand am 2. Februar im Rahmen eines stimmungsvollen Pontifikalamtes statt. Anschließend feierten die Missio-Kandidaten zusammen mit ihren Familien und Freunden beim Sektempfang in der Aula des Bischöflichen Generalvikariats weiter. Die Dezernentin Eva Lingen begrüßte alle Anwesenden herzlich, stellte die MitarbeiterInnen des Dezernats Schule und Hochschule vor und machte die Gäste auf die anwesenden VertreterInnen unterschiedlicher Intuitionen aufmerksam.

Das Team des Dezernats Schule und Hochschule wünscht allen Missio-Kandidaten dieses Jahrgangs alles erdenklich Gute und Gottes Segen für die neuen beruflichen Herausforderung.

Weitere Bilder und einen ausführlicheren Text finden Sie hier >>>

Im Religionsunterricht Raum für existenzielle Fragen eröffnen

Vor der Verleihung der kirchlichen Lehrerlaubnis „Missio Canonica“ am kommenden Sonntag erzählten drei junge Religionslehrer/innen, warum sie dieses Fach unterrichten und vor welchen Herausforderungen sie in ihrem Beruf stehen.

Bilder und Texte des Interviews finden Sie hier >>>

Das neue "kontexte"- Magazin ist da!

Titelthema: An den drei-einen Gott glauben

Ein theologisches und religionspädagogisches Update zu einem durchaus schwierigen Thema.

Prof. Dr. Manfred Gerwing gibt in seinem Artikel einen Überblick über den derzeitigen trinitätstheologischen Diskussionstand. Er benennt gleich zu Beginn seines Artikels eine wichtige Beobachtung Johann Bapstist Metz', welche er bereits 1994 ins Wort brachte und die so aktuell ist wie nie zuvor:
"Wir haben heute eine Kirchenkrise; aber viel entscheidender ist doch: Es gibt eine Gotteskrise. Diese Krise ist kein Kirchenproblem, sondern ein Menschheitsproblem. Es gibt einen Atheismus, der Gott im Munde führen kann, ohne ihn ernsthaft zu meinen."
Schülerinnen und Schüler würden das anders artikulieren, z. B. so:
"Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt, aber es ist mir auch egal."
Die Fragen, wo Gott ist, wie Gott ist und ob er überhaupt existiert, sind weitgehend sinnlos, solange nicht geklärt ist, was das Wort "Gott" bedeuten soll. Diese Frage geht Manfred Gerwing in seinem Artikel nach.

PD Dr. Paul Platzbecker (Leiter des Institutes für Lehrerfortbildlung Essen-Werden) nimmt die Leserinnen Leser mit in eine trinitarische Meditation nach Apg 17,28. Marcus von der Gathen (Stellv. Schulleiter am St. Hildegardis-Gymnasium in Duisburg) eröffnet didaktische Möglichkeiten des Themas in der Sekundarstufe und Martin Gerste (Schulleiter der KGS Barbaraschule in Duisburg) stellt eine Unterrichtseinheit zur Anbahnung und Weiterentwicklung der symbolhaften Sprache von Gott in einem vierten Schuljahr dar.


Weitere interessante Berichte über Ereignisse rund um den Religionsunterricht im Bistum Essen, dem Dezernat Schule und Hochschule und den bischöflichen Schulen finden Sie natürlich wie gewohnt auch im Magazin. Genauso wie die praktische Medienlese und den aktuellen Fortbildungskalender.
Auch diesmal ein buntes und spannendes Magazin. Viel Spaß beim Lesen!

Hinweis: Falls Sie als ReligionslehrerInnen oder sonstige Interssierte im Bistum Essen das Magazin noch nicht kostenlos erhalten, lassen Sie sich doch einfach in den Postverteiler eintragen. Kontaktieren Sie uns hierfür gerne per Mail.

An den drei-einen Gott glauben…

"Herzlichen Glückwunsch zu diesem Thema, hier befassen Sie sich mit der »innersten Herzkammer« der Theologie.“ Mit diesen Worten begann Prof. Dr. Manfred Gerwing (Uni Eichstätt- Ingolstadt) den Studientag am 31.10.2019 in der Mülheimer Wolfsburg.

Er besprach das Thema der Trinität dezidiert, gab einen fachwissenschaftlichen Abriss und ging vor allem auf zentrale Grundelemente ein, die er auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau, aber zugleich nachvollziehbar und anschaulich erläuterte. Wesentlich bleibt, dass Gott sich selbst verständlich macht, denn er teilt sich uns mit und offenbart sich uns als Liebe. Anhand stimmiger Schaubilder und humorvoller Anekdoten untermalte er seinen Vortrag überaus stimmig.

Im Anschluss hieran wurden unterschiedliche Workshops angeboten:
Für die Primarstufe konnte Martin Gerste (Grundschulleiter, Duisburg) hilfreiche Impulse setzen. Er stellte nicht nur zahlreiche Materialen vor, sondern präsentierte Unterrichtsentwürfe und dazu passende methodische Zugänge. Marcus von der Gathen (Stellv. Schulleiter St. Hildegardis Gymnasium, Duisburg) beschäftigte sich mit seiner Arbeitsgruppe zum Thema Trinität für die Sekundarstufe I. Er gab einen ausführlichen Blick in die Kernlehrpläne und entwickelte anhand ausgewählter vertiefender Materialien zielführende Ansätze für den Religionsunterricht. Dr. Paul Platzbecker (Leiter des Instituts für Lehrerfortbildung, Essen-Werden) gab einen Einblick zum Thema für die Sekundarstufe II. Auch er stellte spannende Materialien für die praktische Umsetzung im Unterricht der Oberstufe vor und kam mit seinen WorkshopteilnehmerInnen ins ausführliche Gespräch.

Auch die abschließende Reflexionsrunde verdeutlichte, dass es eine gelungene Fortbildungsveranstaltung in herzlicher Atmosphäre war, bei der man sein Wissen theologisches sowie religionsdidaktisches Wissen umfassend erweitern konnte.

Wir, das Team des Dezernats Schule und Hochschule, freuten uns sehr, auch in diesem Jahr wieder einen Studientag ausrichten zu können. Wir wünschen allen Teilnehmenden gutes Gelingen für die unterrichtliche Umsetzung der thematischen Entfaltung zur „inneren Herzkammer“ der Theologie!        

Herzlichen Dank an die Referenten und alle Teilnehmenden, die den Tag zu einem echten Erlebnis gemacht haben! 

Um Ihnen die Bedienung unserer Homepage etwas zu erleichtern und eine Trennung zwischen aktuellen Meldungen und unserem Unterrichtsmaterial zu schaffen, haben wir einen neuen Bereich eingerichtet, wo Sie ab sofort nur noch die Arbeitshilfen und Tipps für den Religionsunterricht finden.

Schauen Sie hier gerne in unserem neuen Bereich nach, ob etwas für Sie dabei ist.

Gabriele Eichwald-Wiesten

Nachdem ich in den vergangenen 16 Jahren als Lehrerin an verschiedenen Realschulen im Ruhrgebiet die Fächer Religion, Musik und Mathematik unterrichtet habe, verstärke ich seit dem 1. Juli 2019 das Team des Dezernats Schule und Hochschule als Referentin für Grundschulen.

Das Fach Katholische Religion qualitativ weiter zu entwickeln verdient in unserer Zeit besondere Aufmerksamkeit und liegt mir sehr am Herzen. Auch die Begleitung, Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen in ihrer Arbeit vor Ort, aber auch durch Fort- und Weiterbildung sind Aufgaben, die mich herausgefordert haben, noch mal einen neuen Weg in meinem Berufsleben einzuschlagen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Team des Dezernates und auf die vielfältigen Begegnungen an den Schulen und bei den Fortbildungen.

Der Religionspädagogische Abend war für Bischof Dr. Overbeck der angemessene Rahmen, um eine nicht alltägliche Ehrung vorzunehmen: im Beisein zahlreicher Religionslehrerinnen und Religionslehrer zeichnete er Franz-Josef Stapelmann mit dem päpstlichen Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice (Für Kirche und Papst) aus.

Dieser Orden, so führte Bischof Dr. Overbeck in der Laudatio aus, würdige nicht nur Herrn Stapelmanns Arbeit im Generalvikariat. Diese Auszeichnung honoriere auch sein langjähriges Engagement als Diözesanvorsitzender des Deutschen Katecheten-Vereins, seinen großen Arbeits- und Zeiteinsatz für die Durchführung von vielen Reisen, auf denen er Menschen zu interreligiösen Begegnungen geführt hat, und seine vielen Dienste in seiner Heimatgemeinde in Bottrop.

Das päpstliche Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice ist eine Anerkennung besonderer Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes. Zu diesen Anliegen gehören wesentlich auch Schule und Katechese. Der Bischof deutete darauf hin, dass in der Mitte des Ordens Petrus und Paulus dargestellt sind. Petrus könne dafür stehen "Flagge zu zeigen" und Paulus dazu ermuntern, für die Weitergabe des Glaubens einzutreten.

In seinen Dankesworten sagte Franz-Josef Stapelmann, dass diese Auszeichnung sicherlich eine Ehrung sei. Sie bedeute ihm aber auch Anspruch und Verpflichtung, sich weiter "als Arbeiter im Weinberg der Herrn" zu engagieren. Die Motivation seines Handelns habe ihren Grund in Jesus, daraus beziehe er Kraft und Freude.

(Autor: Eberhard Streier)

Die Möglichkeit zur konfessionellen Kooperation im Religionsunterricht an Schulen im Bistum Essen startete zum Schuljahr 2018/19. Weitere Hinweise erhalten Sie auf unserer Homepage im Bereich „Religionsunterricht“.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Team des Dezernats Schule und Hochschule wenden.

Ansprechpartner

Dezernat Schule und Hochschule

Zwölfling 16
45127 Essen