ImmobilienRaum - Arbeitsstelle für Immobilienentwicklung

Angebote von ImmobilienRaum an die Pfarreien:

ImmobilienRaum unterstützt die Pfarreien bei der Aufgabe, die Voten der Pfarreiprozesse in die Phase Handeln zu überführen und in Immobilienfragen zu einer Umsetzung zu bringen.

Dabei ist Effektivität sehr wichtig: Wir wollen die Pläne erfolgreich umsetzen! Uns ist Effizienz wichtig: Wir haben nur beschränkte Ressourcen zur Verfügung, sowohl monetär als auch personell!

Des Weiteren ist uns sehr wichtig: Die Pfarreien sind rechtlich selbständige Einheiten, die zu ihren eigenen Angelegenheiten selbst die größte Nähe haben. ImmobilienRaum unterstützt die Pfarreien, wo sie Unterstützung benötigen und auch wollen, nimmt ihnen Lasten ab, und bietet ihnen Hilfe in Immobilienfragen.

ImmobilienRaum hat für die Pfarreien folgende vier Angebote entwickelt.

Alle Angebote stehen den Pfarreien nach der Freigabe der Voten zur Umsetzung und Erstellung des ImPlan [s. Glossar] zur Verfügung.

Grundsätzlich werden Sie bei ihren Immobilienprojekten, so wie gewohnt, durch das Team im Dezernat Kirchengemeinden begleitet. Ihr Hauptansprechpartner bleibt die Teamkoordinatorin oder der Teamkoordinator. Für bestimmte Themenbereiche bietet ImmobilienRaum darüber hinaus Informationen und Beratungsleistungen an:

  • So, wie es bisher schon zwei Arbeitshilfen zu den Pfarreiprozessen gab, soll es eine dritte Broschüre geben. Hier werden alle wichtigen Themen rund um die Aktivitäten in der Phase Handeln gebündelt. Teile dieser Arbeitshilfe, insbesondere zu den Unterstützungsangeboten von ImmobilienRaum, finden Sie schon jetzt auf dieser Internetseite.
  • Die Zukunftsbildprojektgruppe „Neue Nutzungsmöglichkeiten für Kirchen“ hat damit begonnen, auf der Internetseite gelungene Beispiele von Umnutzungen aufzuzeigen (Steckbriefe gelungener Kirchen(um)nutzungen). Das Angebot soll weiterentwickelt, ergänzt und als festes Angebot etabliert werden. Dieser Ideenpool soll Anregungen für die eigene Arbeit bieten. >>Zur Webseite des Zukunftsbildprojektes
  • Zur Beantwortung der Fragestellung, wie man zu verschiedenen Entwicklungsideen kommt, bietet Ihnen ImmobilienRaum Beratung an, die richtigen Schritte einzuleiten und konstruktiv weiterzukommen (vgl. ImPlan [s. Glossar]).
  • Auf Anfrage nennen wir Ihnen potentielle Partner für die Entwicklung von Optionen oder die Begleitung der Umsetzung.
  • Im Zuge eines Immobilienprojektes sind viele juristische Fragen zu klären. Konkrete Beratung und Unterstützung bietet hier die Stabsabteilung Recht. Je nachdem, in welchem Rahmen die Zusammenarbeit erwünscht wird, kann von ImmobilienRaum rechtliche Unterstützung vermittelt werden.

Bei Beratungsbedarfen melden Sie sich einfach. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Es geht um ein konkretes Immobilienprojekt an einem Standort. Sie wollen es selbst in die Hand nehmen und kooperieren daher im üblichen Umfang mit ihrem Team im Dezernat Kirchengemeinden. Ihr Ansprechpartner ist wie gewohnt Ihre Teamkoordinatorin oder Ihr Teamkoordinator. Zusätzlich bietet Ihnen ImmobilienRaum folgende punktuelle Unterstützungsleistungen an:

  • Aus der Erfahrung mit der früheren Umnutzung und Entwicklung kirchlicher Immobilien hat ImmobilienRaum ein Vorgehen entwickelt, das als Basis eine Schrittfolge hat, die hilft, die gesetzten Ziele zur erreichen und keine wichtigen Belange aus den Augen zu verlieren. Dazu bietet Ihnen ImmobilienRaum Beratung zur Projektorganisation an.
  • Z.B. zur Zielentwicklung oder Klärung anderer Fragestellung unterstützen wir Sie durch Begleitung von Workshops
  • Nach Abschluss der Phase „Perspektive“ (vgl. „Phasenmodell“ [s. Glossar]) unterstützen wir Sie bei der Herausarbeitung von konkreten Entwicklungsoptionen.
  • Für Immobilienprojekte, die mit der Verwertung von Kirchen zu tun haben, ist eine gute Kommunikation wichtig. In Kooperation mit der Stabsabteilung Kommunikation bieten wir Ihnen Beratung und konkrete Hilfe bei der Planung Ihrer Kommunikation an.

Über die o.g. Vermittlung hinaus bieten wir Ihnen innerhalb dieses Angebotes verschiedene juristische Hilfsmittel, wie Rahmenverträge, Musterschreiben u.ä. an.

  • Wenn potentielle Partner für die Immobilienentwicklung gesucht werden, oder Kontakte zu Gutachtern, Maklern, Projektentwicklern oder für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie benötigt wird, kann mit Hilfe eines datenbankgestützten Systems ein passender Kontakt vermittelt werden.

Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme dieses Angebotes sind:

  • Abschluss einer Vereinbarung über die Zusammenarbeit
  • Benennen eines verantwortlichen Ansprechpartners in der Pfarrei und im BGV
  • Regelmäßger Austausch über den Projektstatus

Ein Immobilienprojekt an einem Standort soll entwickelt und umgesetzt werden. Sie wünschen sich kontinuierliche Unterstützung, wollen aber auch selbst am Prozess beteiligt bleiben. In diesem Fall meint die „kooperative Standortentwicklung“ ein gemeinsames Vorangehen nach einem gemeinsam verabschiedeten Projektplan, in enger Abstimmung und mit klar verteilten Rollen. Dabei geht die Pfarrei manche Schritte allein, manche geht man gemeinsam und andere geht ImmobilienRaum stellvertretend für die Pfarrei. Folgende „Module“ sind dafür vorgesehen:

  • Das Projekt wird in das „Multiprojektmanagement“ von ImmobilienRaum eingebunden. Dadurch ist gewährleistet, dass Sie von den Vorteilen der Begleitung durch ImmobilienRaum profitieren. Es wird eine verbindliche Vereinbarung getroffen, wer Ihr Ansprechpartner im BGV sein wird.
  • Um genügend Klarheit über den gemeinsam vor uns liegenden Weg zu erlangen, führen wir zu Beginn zusammen mit Ihnen einen Zielentwicklungsworkshop durch.
  • Um Verwertungsperspektiven und Handlungsoptionen zu entwickeln, führt ImmobilienRaum in ihrem Auftrag eine Profil- und Portfolioanalyse durch. Ergebnis ist eine erste Einschätzung, was an dem Standort möglich ist und welche Handlungsoptionen es gibt. Dies kann Grundlage für das planen der nächsten Schritte sein.
  • Falls gewünscht, beauftragen wir Verkehrswertgutachten in Ihrem Namen, oder unterstützen Sie bei der Beauftragung.
  • ImmobilienRaum wertet die Gutachten anschließend für sie aus und stellt die Daten für die Weiterbearbeitung (z.B. Wirtschaftlichkeitsberechnung von Szenarien) bereit.
  • Je nach Größe und Schwierigkeitsgrad des Projektes führen wir im Auftrag Machbarkeitsstudien durch oder vermitteln Partner für deren Durchführung. Die Beauftragung ist unkompliziert und sicher, da ein Muster- oder Rahmenvertrag mit den Partnern eingegangen wird, der alle wichtigen Fragen vorab klärt.
  • Daten aus den verschiedenen Systemen führen wir für Sie zusammen und rekombinieren diese für verschieden weitergehende Analysen.
  • ImmobilienRaum bindet alle Immobilien des Standortes in ein Portfoliomanagement (vgl. Glossar) ein. Vorteile sind eine Steigerung der Effizienz und der Transparenz.
  • Für bestimmte Immobiliengeschäfte haben wir Rahmenvereinbarungen und Musteraufträge entwickelt, denen die Pfarreien im konkreten Fall beitreten bzw. die sie nutzen können.
  • Durch die enge Zusammenarbeit kann das kirchenaufsichtliche Genehmigungsverfahren so begleitet werden, dass am Ende der Umsetzung nichts mehr im Wege steht.
  • Wenn das Immobilienprojekt so weit gediehen ist, dass klar ist, wo es hingehen soll, wird eine professionelle Projektentwicklerin oder ein professioneller Projektentwickler benötigt. ImmobilienRaum vermittelt geeignete Kontakte für diesen Bedarf. Ebensolches gilt für potentielle Interessenten. ImmobilienRaum stellt dafür ein datenbankgestütztes System bereit, um zielgenau für jedes Projekt die richtige Begleitung, den richtigen Projektentwickler oder den passenden Interessenten zu finden. Hier kombinieren wir unsere weitreichenden Kontakte, langjährigen Erfahrungen und die moderne Technik.
  • Wir unterstützen Sie bei der Beauftragung und Begleitung einer Projektentwicklung
  • ImmobilienRaum erstellt Exposés zur einzelnen Immobilien, aber auch ganzen Arealen in verschiedenen Versionen, für verschiedene Zielgruppen und Verwendungszwecke (Privatkunden, Investoren, Internetportale)
  • Wir bieten Ihnen eine kontinuierliche Unterstützung bei der Projektentwicklung, die hilft, „das Steuer gerade zu halten“

Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme dieses Angebotes sind:

  • Abschluss einer Kooperationsvereinbarung
  • Bereitstellen eines verantwortlichen Projektleiters als Ansprechpartner durch die Pfarrei
  • Eingliederung des Projektplanes in das Phasenmodell des Bistums
  • Fortwährende Abstimmung des Projektverlaufs und der Aufgabenteilung

Es geht um ein konkretes Immobilienprojekt an einem Standort ihrer Pfarrei. Sie wollen die Entwicklung nicht selbst durchführen und sind froh, wenn Ihnen diese Aufgabe abgenommen wird. Dabei schließen die Pfarrei und ImmobilienRaum eine Vereinbarung, so dass ImmobilienRaum weitestgehend selbständig an der Entwicklung des Standortes arbeitet. Zu Beginn werden die Ziele vereinbart. Nach einer Entwicklungsphase werden der Pfarrei sehr konkrete Vorschläge unterbreitet. Die Projektleitung übernimmt ImmobilienRaum.

  • Gemeinsam entwickeln wir die Ziele, die mit dem Projekt verfolgt werden sollen und klären unerwünschte Entwicklungsszenarien. Auf dieser Grundlage soll eine Vermarktungsvereinbarung geschlossen werden.
  • ImmobilienRaum stellt eine Projektleitung, die gemäß der vereinbarten Ziele und in Abstimmung mit dem Team die Standortentwicklung angeht.
  • ImmobilienRaum führt Machbarkeitsstudien durch oder beauftragt Dritte damit.
  • Anschließend werden der Pfarrei ein oder mehrere vollständig kalkulierte Szenarien zur Auswahl vorgeschlagen. Diese enthalten eine konkrete Wirtschaftlichkeitsberechnung für jede enthaltene Perspektive als Entscheidungsgrundlage.
  • Je nach Bedarf kann ImmobilienRaum die Pfarrei bei der Beauftragung zur Projektentwicklung begleiten, im Namen der Pfarrei eine Projektentwicklung beauftragen oder die Pfarrei lediglich bei ihrer eigenständigen Projektentwicklung unterstützen, falls sie diese selbst übernehmen möchte. ImmobilienRaum begleitet das kirchenaufsichtliche Genehmigungsverfahren in Kooperation mit dem zuständigen Team

Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme dieses Angebotes sind:

  • Abschluss einer Vermarktungsvereinbarung
  • Bereitstellen eines verantwortlichen Ansprechpartners der Pfarrei

Der Pfarreiimmobilienplan (ImPlan) dient der Umsetzungsplanung der Kategorisierungen aus der Phase Urteilen der Pfarreientwicklungsprozesse.

Er enthält alle pastoralen Standorte einer Pfarrei und die zugehörigen Gebäude, deren Kategorisierung im Zeitverlauf, Cluster, Normstrategien, sowie Start und Endzeitpunkt der Entwicklungsprojekte des jeweiligen Standortes. Er wird durch ImmobilienRaum in einer Vorschlagsversion erstellt und durch die Pfarrei (den Kirchenvorstand) beschlossen. Zusätzlich wird ein Standortsteckbrief [siehe Glossar] zur Verfügung gestellt, der weitere Informationen enthält.

Der ImPlan dient als Instrument zur Klärung der Projektplanung der Immobilienprojekte, die aus den Pfarreientwicklungsrozessen entstehen, der Einordnung der Standorte und Gebäude in ein Portfoliomanagement, sowie der Vergewisserung über ein gemeinsames Vorgehen von Pfarrei und Bistum (BGV). Er enthält mit den Standort- und Handlungsclustern, der Normstrategie und den Start- und Endzeitpunkten eine einfache Beschreibung des jeweiligen Immobilienprojektes, da damit die strategische Richtung, das konkrete Vorgehen und der zeitliche Rahmen beschrieben sind. Die Zuordnung zu Clustern und Normstrategien des Portfoliomanagements gewährleisten eine hohe Effizienz und eine übergeordnete Planung. Die jeweilige Festlegung auf ein Unterstützungsangebot sorgt für Klarheit über die Zusammenarbeit zwischen Pfarrei und BGV in dem jeweiligen Einzelfall eines Standortes.

Der ImPlan wird in mehreren Schritten und in Zusammenarbeit mit der Pfarrei entwickelt. Am Ende dieses Entwicklungsprozesses steht ein von den Pfarreien beschlossener und vom BGV genehmigter Plan.

Für die Erstellung werden zunächst diverse Daten benötigt, da das Entwicklungsprofil und die Portfolioanalyse kennzahlengestützt erstellt werden. In einer Datenbank werden die Standorte der Pfarrei erstellt und alle Gebäude und Grundstücke zugeordnet. Dabei wird auf die Daten aus der Liegenschaftserfassung, die Kategorisierungen aus den Pfarreientwicklungsprozessen, auf die Denkmalliste sowie weitere Daten und Dokumente, wie z.B. Lagepläne und Luftbilder, zurückgegriffen. Einige Daten, wie z.B. Standortlage und Standort-Bodenwert werden neu ermittelt und andere neu durch einen Algorithmus erzeugt, wie die „Verschachtelung“, der „Spezialisierungsgrad“ und der „Zergliederungsindex“. Auf der Grundlage von 10 somit vorhandenen Kennzahlen wird dann ein Profil entwickelt, welches mit den Verwertungsprofilen der nach der letzten Umstrukturierung umgenutzten 105 „Weiteren Kirchen“ verglichen wird. Daraus ergeben sich naheliegende Entwicklungsoptionen für den jeweiligen Standort. Weitere 11 Kennzahlen typisieren die Standorte in Bezug auf den strategischen Umgang und konkrete Handlungsschritte. Daraus werden der Standort- und der Handlungscluster, sowie die Normstrategie ergänzt. Aus der im Votum beschriebenen Zeitfolge der Kategorisierung werden Start- und Endzeitpunkt ermittelt. Unter der Würdigung aller im BGV bekannten Gegebenheiten wird dann ein Vorschlag erarbeitet, welche Art der Zusammenarbeit (Angebot) für den jeweiligen Standort angemessen wäre. Alle so ermittelten Angaben werden in die Datenbank eingepflegt. Anschließend wird die Vorschlags-Version des ImPlans ausgegeben und der Pfarrei vorgestellt.

In einer anschließenden Beratungsphase (ca. 3 Monate) werden die Inhalte des ImPlans weiter qualifiziert (insbesondere durch das Wissen über die Standorte, welches nur Vertreter der Pfarrei haben können) und auf einen Stand gebracht, der von allen Beteiligten akzeptiert ist. Die Beschluss-Version wird aus der Datenbank ausgegeben und dient als Vorlage für den Beschluss des Kirchenvorstandes (der Koordinierungsgruppe,…).

Zukünftig werden auch die rein pastoralen Projekte innerhalb der Datenbank abbildbar sein, so dass bei jedem Immobilienprojekt auch ein evtl. an den Standort gebundenes pastorales Projekt sichtbar ist. Gleiches soll auch für die Sicht auf die pastoralen Projekte gelten.

Zurzeit wird die Datenverarbeitung durch eine Access-Datenbank ermöglicht, die aber nur wenig mehr, als die Erstellung der ImPläne zulässt. Später soll die gesamte Durchführung von Entwicklungsprojekten an eine Datenbank angebunden werden, inkl. z.B. der Berechnung von Szenarien und der Ausgabe von Exposés. Dazu wird eine neue Datenbank „DatenRaum“ aufgebaut, die agil entwickelt wird und sukzessive an Funktionen gewinnt.

Die Pfarreien können damit rechnen, dass ca. 8 Wochen, nachdem der Bischof das Votum bestätigt hat, die Teamkoordinatorin oder der Teamkoordinator auf sie zukommt, um einen Termin für die Vorstellung des ImPlans zu vereinbaren.

An diesem Termin sollten sowohl diejenigen teilnehmen, die mit Immobilienprojekten zu tun haben (VWL, „Immobilienausschuss“ des KV…), als auch Vertreter der „Pastoralen Seite“ (Projektleiter für pastorale Projekte, Vertreter PGR, Pastoralteam). Es wird angeregt, die positiven Erfahrungen einer übergreifenden Zusammenarbeit in den Pfarreiprozessen hier weiterzuführen.

  • Entlastung durch finanzielle oder personelle Unterstützung
    • Projektassistenz
    • Finanzielle Unterstützung für C2-Kirchen
    • Unterstützung bei „unlösbaren“ Fällen
  • Unterstützung beim Krisenmanagement
  • Architektenwettbewerbe
  • Abstimmung mit Behörden (z.B. Denkmalschutz, Zusammenbinden auf der Ebene der Kommunen, Kontakte zur Landesebene…)
  • Multiprojektmanagement [s. Glossar]
  • Portfoliomanagement [s. Glossar]

Das Wort Cluster kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Bündel, Traube oder Schwarm. Im Portfoliomanagement werden solche „Bündel“ gebildet, die eine Gruppe bilden, deren Eigenschaften strukturell ähnlich sind. Durch die Übereinstimmung der strukturellen Eigenschaften wird es ermöglicht, gleiche Strategien auf ganze Gruppen von Immobilien anzuwenden. Dies erhöht die Effizienz und die Qualität der Arbeit.

Das Entwicklungsprojekt ist das geplante Vorgehen bei der Entwicklung eines Standortes durch eine Projektleitung. Es ist eingebunden in das Multiprojektmanagement. Die Projektorganisation soll ermöglichen, dass zum einen die Individualität der einzelnen Immobilienentwicklung hinreichend gewürdigt wird und zum anderen die Effekte der Effizienz und der Qualität durch das Portfoliomanagement wirksam werden können.

Der Handlungscluster folgt dem Standortcluster [s.Glossar] in seiner Hauptzielrichtung, definiert aber, auf der Grundlage der Ermittlung verschiedener immobilientechnischer Parameter und einer praktischen Einschätzung durch Experten, die erste Handlungsoption und kann für verschiedene Teilbereiche eines Standortes unterschiedlich sein.

Der Pfarreiimmobilienplan (ImPlan) dient der Umsetzungsplanung der Kategorisierungen aus der Phase Urteilen der Pfarreientwicklungsprozesse. Er enthält alle pastoralen Standorte einer Pfarrei und die zugehörigen Gebäude, deren Kategorisierung im Zeitverlauf, Cluster, Normstrategien, sowie Start und Endzeitpunkt der Entwicklungsprojekte des jeweiligen Standortes. Er wird durch ImmobilienRaum in einer Vorschlagsversion erstellt und durch die Pfarrei (den Kirchenvorstand) beschlossen. Zusätzlich wird ein Standortsteckbrief [s.Glossar] zur Verfügung gestellt, der weitere Informationen enthält.

Innerhalb der Pfarreientwicklungsprozesse waren alle Pfarreien im Bistum Essen aufgefordert, ihren pastoralen Gebäuden Kategorien zuzuordnen, die mit Buchstaben und Zahlen bezeichnet waren, wie „A“, „B“, „C1“ oder „X“. Die Kategorien entsprechen zukünftigen Nutzungen und sind mit Angaben über die finanziellen Auswirkungen hinterlegt. So konnten verschieden Szenarien entwickelt und deren Auswirkungen auf die Pfarreihaushalte getestet werden. Ergebnis ist eine Zukunftsplanung der Gebäude, die den ersten Ansatz für die Immobilienentwicklung in den nächsten Jahren bildet.

In den gängigen Definitionen wird die Machbarkeitsstudie als Überprüfung der Umsetzbarkeit von Projekten beschrieben. In Bezug auf Immobilien bedeutet das meistens, eine bestimmte Idee auf die Umsetzbarkeit und Risiken zu testen. Für die Unterstützung der Pfarreien bei der Entwicklung ganzer Areale (Standorte) haben wir eine Sonderform der Machbarkeitsstudie entwickelt, bei der für jede Immobilie eines Standortes verschieden Nutzungsideen entwickelt sowie auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Anschließend sind die Potentiale des Standortes gehoben und Szenarien für die Immobilienentwicklung können rekombiniert werden. Für die Erstellung solcher Studien haben wir Rahmenverträge mit Partnern ausgehandelt, in die die Pfarreien eintreten können.

Zusammenfassung aller Immobilienprojekte unter einem Dach mit dem Ziel gemeinsame Prozesse und Standards zu nutzen, Wissen und Qualifikation zu teilen und eine Gesamtplanung zu ermöglichen.

Die Normstrategie folgt dem Handlungscluster. Die Normstrategie repräsentiert ein Vorgehensmodell, welches Prozessschritte enthält und eine zielgerichtete, effiziente und sachgerechte Prozessarchitektur sicherstellen soll. Die Normstrategie bildet das Bindeglied zwischen dem Portfoliomanagement [s.Glossar] und dem Multiprojektmanagement [s.Glossar].

Im Pfarreientwicklungsprozess sind die Pfarreien im Bistum Essen aufgefordert, ihre Angebote und Strukturen an sich weiter verändernde gesellschaftliche und kirchliche Rahmenbedingungen anzupassen. Der Bischof hat die Pfarreien aufgefordert, sehr grundsätzlich und zielorientiert vor Ort darüber zu diskutieren, wie in ihrem Stadtteil oder ihrer Region die Kirche in den Jahren 2020 bis 2030 aussehen soll. Dabei geht es um eine lokale Kirchenentwicklung, die angesichts der Entwicklung der Zahl der Kirchenmitglieder und geringerer finanzieller Möglichkeiten nach Chancen für neue Formen des kirchlichen Zusammenlebens in den Gemeinden und Pfarreien unseres Bistums sucht.

Der Pfarreiimmobilienplan (ImPlan) dient der Umsetzungsplanung der Kategorisierungen aus der Phase Handeln der Pfarreientwicklungsprozesse. Er enthält alle pastoralen Standorte einer Pfarrei und die zugehörigen Gebäude, deren Kategorisierung im Zeitverlauf, Cluster, Normstrategien, sowie Start und Endzeitpunkt der Entwicklungsprojekte des jeweiligen Standortes. Er wird durch ImmobilienRaum in einer Vorschlagsversion erstellt und durch die Pfarrei (den Kirchenvorstand) beschlossen. Zusätzlich wird ein Standortsteckbrief [s.Glossar] zur Verfügung gestellt, der weitere Informationen enthält.

Aus den Erfahrungen mit Umnutzungsprojekten aus der Vergangenheit und intensiver Beratung hat ImmobilienRaum ein Modell entwickelt, welches auf jedes Immobilienprojekt im kirchlichen Raum angewendet werden kann und sicherstellt, dass die einzelnen Schritte aufeinander aufbauen, jeder einzelne Schritt abgeschlossen ist und somit sichergestellt wird, dass alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung gewährleistet sind. Die einzelnen Phasen heißen Vorplanung, Vereinbarung, Analyse, Perspektive, Entscheidung und Umsetzung.

Das Portfolio ist die Gesamtheit aller Objekte einer Klasse. Also ist das Immobilienportfolio der Gesamtbestand der Immobilien. Hier ist der Gesamtbestand der (pastoralen) Immobilien aller Pfarreien gemeint. In der Portfolioanalyse wird der Gesamtbestand betrachtet, mit seinen Besonderheiten und Schwierigkeiten, seinen Potentialen und den Wechselwirkungen der einzelnen Elemente untereinander. Diese Analyse ermöglicht das Entwickeln von Verfahren und Methoden zur erfolgreichen und effizienten Bewirtschaftung und Entwicklung des Immobilienbestandes.

Die Portfolioanalyse wird auf der Grundlage von 11 Standort-Kennzahlen erstellt und stellt eine qualitative Beurteilung des Standortes dar. Sie legt die Hauptzielrichtung (Standortcluster) und die Hauptrichtung der Aktivitäten (Handlungscluster) fest, die jeweils für den gesamten Standort gelten. Die Normstrategie definiert das Handeln in Bezug auf einzelne Immobilien näher.

Anhand von 10 signifikanten Kennzahlen wurden aus den Datenbeständen der sogenannten „Weiteren Kirchen“ (104 Kirchenstandorte, die vor ca. 10 Jahren außer Dienst gestellt worden sind) Umnutzungsprofile herausgearbeitet, die dem Vergleich heutiger Standorte dienen. Dabei wird in erster Ordnung nach einem hohen Grad an Übereinstimmung, in zweiter Ordnung nach einer geringen Abweichung gesucht. Ergebnis ist die Zuordnung eines Umnutzungsprofiles als Hinweis auf bestehende Entwicklungschancen eines Standortes.

Als Standort wird ein Areal bezeichnet, zu dem in der Regel eine Kirche, ein Gemeindehaus und ein Pfarrhaus, sowie weitere pastorale und auch nicht pastorale Gebäude und die zugehörigen Grundstücke im Eigentum der Pfarrei gehören. Der Standort bildet die Grundlage für Leitperspektive einer Immobilienentwicklung im gemeinten Raum (vgl. Standortcluster).

Der Standortcluster repräsentiert die Hauptzielrichtung der immobilientechnischen Entwicklung. Er gilt für den gesamten Standort und wird anhand der Kategorisierung, sowie weiterer Strukturmerkmale der jeweiligen Gebäudekonstellation und der pastoralen Perspektive ermittelt. Standorte, die z.B. dem Kern-Standortcluster zugeordnet sind, sind Zukunftsstandorte, die dauerhaft weiter pastoral genutzt werden sollen. Gleichwohl kann es sein, dass einzelne Gebäude am Standort aufgegeben werden. Die Immobilienentwicklung an diesem Standort muss also der bleibenden pastoralen Nutzung gerecht werden.

Der Standortsteckbrief enthält neben den Hauptinformationen aus dem ImPlan [s.Glossar] weitere Daten und Details zum gesamten Standort (wie Profil und Portfolioanalyseergebnisse [s.Glossar] oder Lagepläne und Fotos) und auch zu den einzelnen Gebäuden und dient als Gesprächs- und Planungsgrundlage.

Präsentation Immobilienraum - Infoverstaltungen Januar 2018

Ihre Ansprechpartner im ImmobilienRaum:

Leiter der Arbeitsstelle für Immobilienentwicklung

Peter Geisler

Zwölfling 16
45127 Essen

Referentin für die Umnutzung kirchlicher Immobilien

Magdalena Twarowska-Janus

Zwölfling 16
45127 Essen