Kirchenentwicklung im Bistum Essen

An vielen Stellen und in vielfältigen Projekten findet im Bistum Essen Kirchenentwicklung statt. Ziel hierbei ist es, auch zukünftig lebendige Kirche im Ruhrbistum sein zu können. Hier finden Sie eine Übersicht über diese Projekte.

Das Zukunftsbild (2013) greift zentrale Ergebnisse des Dialogprozesses im Bistum Essen (2011-2013) auf und verdichtet sie zu einem neuen Bild von Kirche. Es ist eine erste konkrete Antwort auf die Frage: Wie können wir in Zukunft unter völlig veränderten Bedingungen eine lebendige Kirche sein und es den Menschen ermöglichen, mit Gott in Berührung zu kommen?

Weitere Informationen: zukunftsbild.bistum-essen.de

Mit den zehn Zukunftsbild-Projekten wird das Zukunftsbild konkret erfahrbar. Beim Zukunftsforum 2015 wurden zunächst 40 Projektideen qualifiziert; 20 davon wurden bis 2018 umgesetzt. In einer weiteren Projektphase von 2018 bis 2021 werden die Anstrengungen nun in zehn Projekten intensiviert.

Weitere Informationen: zukunftsbild.bistum-essen.de

2017 startete ein intensiver Gesprächsprozess für die pastoralen Dienste im Bistum Essen. Es ging darum, die Erfahrungen der Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten sowie der Ordensleute und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst zusammenzutragen. Gemeinsam wird überlegt, was für die künftige Arbeit der pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders wichtig ist. Nach einer Zwischenauswertung im Herbst 2018 werden bis 2020 zwölf Themen in Projekt- und Konzeptgruppen bearbeitet.

Warum treten Menschen aus der Kirche aus – und was kann die Kirche tun, um diesen Trend zu stoppen? Diese Fragen stehen im Zentrum einer Studie, die eine Projektgruppe des Bistums Essen erstellt hat. Unter dem Titel „Kirchenaustritt – oder nicht? Wie Kirche sich verändern muss“ ist das Buch zur Studie im Herder-Verlag erschienen. Es stellt die Ergebnisse der dreiteiligen Studie dar, liefert Hintergründe zur Kirchenmitgliedschaft und Kirchensteuer und präsentiert strategische Ideen für eine Kirche, die zum Bleiben einlädt.

Weitere Informationen: kirchenstudie.bistum-essen.de

Gleichgeschlechtliche Paare heiraten standesamtlich, aber was kann ihnen die katholische Kirche ermöglichen? Diese Frage wird innerhalb der Kirche sehr kontrovers diskutiert. Zivil wiederverheiratete Paare fragen nach einem Segen für ihre Beziehung. Die lehramtliche Position gewährt hier bislang kaum Handlungsspielräume. Zugleich finden Segensfeiern statt – davon zeugt u. a. das Buch „Paare.Riten.Kirche“ (2020) mit einem Vorwort des Essener Weihbischofs Ludger Schepers. Die Praxis, die gesellschaftliche Wirklichkeit und neue humanwissenschaftliche wie theologische Erkenntnisse öffnen den Blick für eine pastorale und lehramtliche Neubewertung. Wie können Segensfeiern für gleichgeschlechtliche und zivil wiederverheiratete Paare theologisch begründet werden? Welche Möglichkeiten können geschaffen werden und wie können solche Liturgien konkret aussehen? Mit diesen Fragen befasst sich der „Runde Tisch Segensfeiern“.
Mehr zum Thema:

  • Stefan Diefenbach, Lucia Lang-Rachor, David Walbelder, Barbara Wolf (Hg.): Paare.Riten.Kirche: Wenn eine katholische Trauung nicht möglich ist: liturgische Beispiele gesammelt und kommentiert, Paderborn 2020. Vgl. youtu.be/hjuvnHj7fdQ
  • Julia Knop und Benedikt Kranemann (Hg.): Segensfeiern in der offenen Kirche. Neue Gottesdienstformen in theologischer Reflexion, Freiburg im Breisgau 2020.
  • Stephan Loos, Michael Reitemeyer und Georg Trettin (Hg.): Mit dem Segen der Kirche? Gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Fokus der Pastoral, Freiburg im Breisgau 2019.
  • ZdK: Broschüre „Segen schenken. Segen für gleichgeschlechtliche Paare“

Die Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz (die sogenannte „MHG-Studie“) aus dem Jahr 2018 macht sichtbar, welche Strukturen und Kulturen in der katholischen Kirche sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen und ihre Vertuschung ermöglicht und begünstigt haben. Die katholische Kirche im Bistum Essen will alles dafür tun, sexualisierte Gewalt in ihren Einrichtungen zu verhindern, aufzudecken und zu bestrafen; daher wurden im Mai 2019 Projekte initiiert.


Weitere Informationen: mhg.bistum-essen.de

Ansprechpartner/innen für das Bistum für die Themen Prävention, Intervention und Missbrauch sowie weitere Hinweise zum Thema:

In den Jahren 2015 bis 2017 hat jede Pfarrei im Bistum Essen in einem „Votum“ festgehalten, wie sich die Kirche vor Ort weiterentwickeln soll. Die Voten enthalten Pläne für die wirtschaftliche und die pastorale Entwicklung der Pfarreien. Sie geben Auskunft darüber, welche Schwerpunkte in den 42 Pfarreien im Blick auf eine zukunftsfähige Kirche gelegt werden. Um den „Schatz“ zu heben und systematisch zu betrachten, der in den Voten steckt, hat das Zentrum für angewandte Pastoralforschung (zap) im Auftrag des Bistums die Voten evaluiert. Es wird reflektiert: Welche Themen und Handlungsfelder kommen wie vor? Welche Kirchenbilder vermitteln die Voten? In welchem Verhältnis stehen Pfarrei und Gemeinde? Und: Welche Relevanz hat das Zukunftsbild in den PEP-Voten? Um diese Evaluation im Bistum und darüber hinaus nutzbar zu machen für die Kirchenentwicklung, findet eine Tagung statt, in der das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird: aus der Fundamental- und Pastoraltheologie, der Kultursoziologie, der Städte- und Raumplanung und der Organisationsentwicklung. Die in der Tagung behandelten Inhalte stehen in einem Band zur Verfügung.

Save the Date: Tagung "Transformation der Pfarrei" | 6.-7. September 2021

Aus dem Dialogprozess (2011-2013) entstand das Zukunftsbild und es folgte eine intensive Auseinandersetzung, wie wir im Bistum Essen künftig Kirche sein wollen (2013-2015). Auf dem Gelände das Jugendhauses St. Altfrid trafen sich am 20. Juni 2015 rund 500 Leute zu einem ersten Zukunftsforum, bei dem konkrete Projekte beraten und weiterentwickelt wurden, die das Zukunftsbild in besonderer Weise umsetzen sollten. Davon wurden 20 Zukunftsbild-Projekte umgesetzt (2015-2018).
Am 14. April 2018 trafen sich in der Grand Hall auf dem Gelände der Kokerei Zollverein erneut 500 Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen des Bistums zum zweiten Zukunftsforum, um die ersten Erfahrungen der 20 Zukunftsbild-Projekte, des Pfarreientwicklungsprozesses sowie aus dem Gesprächsprozess der pastoralen Diensten zu reflektieren. Das dritte Zukunftsforum wird voraussichtlich 2022 stattfinden.

Weitere Informationen: zukunftsbild.bistum-essen.de

Ansprechpartner

Persönl. Referent Generalvikar & Leiter Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Markus Etscheid-Stams

Zwölfling 16
45127 Essen

Referentin im Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Dr. Andrea Qualbrink

Zwölfling 16
45127 Essen

Referentin für Organisationsentwicklung im Stabsbereich Strategie & Entwicklung

Regina Laudage-Kleeberg

Zwölfling 16
45127 Essen

Projektassistenz im Stabsbereich Strategie & Entwicklung

Johanna Ingendoh

Zwöfling 16, 45127 Essen

Referentin im Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Marlies Woltering

Zwölfling 16
45127 Essen

Sekretariat des Generalvikars und des Stabsbereichs Strategie und Entwicklung

Sigrid Kapteina

Zwölfling 16
45127 Essen

Sekretariat des Generalvikars und des Stabsbereichs Strategie und Entwicklung

Birgit Berresheim

Zwölfling 16
45217 Essen