Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Mit dem Zukunftsbild sind grundlegende Entwicklungen, die danach fragen, wie wir im Bistum Essen Kirche sein wollen. Unter welchen Rahmenbedingungen? Was benötigen wir dafür? – Mit den Zukunftsbild-Projekten, dem Pfarreientwicklungsprozess (PEP) und dem Prozess „Pastorale Dienste im Gespräch“ sind konkrete Veränderungsprozesse angestoßen, die auf vielfältige und massive Krisen in der Kirche reagieren. Sie zeigen: Im Bistum Essen arbeiten wir in und an einer zukunftsfähigen Kirche.

Im Stabsbereich Strategie und Entwicklung, der direkt dem Generalvikar zugeordnet ist, werden Prozesse und Projekte der Organisationsentwicklung als Kirchenentwicklung initiiert, koordiniert und gemeinsam mit verschiedenen Akteuren realisiert. Es geht dabei um die Organisation der Kirche, aber auch um die Kultur und Haltung, mit der wir als Kirche tätig sind, sowie um die theologische Orientierung.

Aufgabenfelder

Das Zukunftsbild (2013) greift zentrale Ergebnisse des Dialogprozesses im Bistum Essen (2011-2013) auf und verdichtet sie zu einem neuen Bild von Kirche. Es ist eine erste konkrete Antwort auf die Frage: Wie können wir in Zukunft unter völlig veränderten Bedingungen eine lebendige Kirche sein und es den Menschen ermöglichen, mit Gott in Berührung zu kommen?

Weitere Informationen: zukunftsbild.bistum-essen.de

Mit den zehn Zukunftsbild-Projekten wird das Zukunftsbild konkret erfahrbar. Beim Zukunftsforum 2015 wurden zunächst 40 Projektideen qualifiziert; 20 davon wurden bis 2018 umgesetzt. In einer weiteren Projektphase von 2018 bis 2021 werden die Anstrengungen nun in zehn Projekten intensiviert.

Weitere Informationen: zukunftsbild.bistum-essen.de

Die Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz (die sogenannte „MHG-Studie“) aus dem Jahr 2018 macht sichtbar, welche Strukturen und Kulturen in der katholischen Kirche sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen und ihre Vertuschung ermöglicht und begünstigt haben. Die katholische Kirche im Bistum Essen will alles dafür tun, sexualisierte Gewalt in ihren Einrichtungen zu verhindern, aufzudecken und zu bestrafen; daher wurden im Mai 2019 Projekte initiiert.


Weitere Informationen: mhg.bistum-essen.de

Ansprechpartner/innen für das Bistum für die Themen Prävention, Intervention und Missbrauch sowie weitere Hinweise zum Thema:

2017 startete ein intensiver Gesprächsprozess für die pastoralen Dienste im Bistum Essen. Es ging darum, die Erfahrungen der Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten sowie der Ordensleute und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst zusammenzutragen. Gemeinsam wird überlegt, was für die künftige Arbeit der pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders wichtig ist. Nach einer Zwischenauswertung im Herbst 2018 werden bis 2020 zwölf Themen in Projekt- und Konzeptgruppen bearbeitet.

Warum treten Menschen aus der Kirche aus – und was kann die Kirche tun, um diesen Trend zu stoppen? Diese Fragen stehen im Zentrum einer Studie, die eine Projektgruppe des Bistums Essen erstellt hat. Unter dem Titel „Kirchenaustritt – oder nicht? Wie Kirche sich verändern muss“ ist das Buch zur Studie im Herder-Verlag erschienen. Es stellt die Ergebnisse der dreiteiligen Studie dar, liefert Hintergründe zur Kirchenmitgliedschaft und Kirchensteuer und präsentiert strategische Ideen für eine Kirche, die zum Bleiben einlädt.

Weitere Informationen: kirchenstudie.bistum-essen.de

In den Jahren 2015 bis 2017 hat jede Pfarrei im Bistum Essen in einem „Votum“ festgehalten, wie sich die Kirche vor Ort weiterentwickeln soll. Die Voten enthalten Pläne für die wirtschaftliche und die pastorale Entwicklung der Pfarreien. Sie geben Auskunft darüber, welche Schwerpunkte in den 42 Pfarreien im Blick auf eine zukunftsfähige Kirche gelegt werden. Um den „Schatz“ zu heben und systematisch zu betrachten, der in den Voten steckt, hat das Zentrum für angewandte Pastoralforschung (zap) im Auftrag des Bistums die Voten evaluiert. Es wird reflektiert: Welche Themen und Handlungsfelder kommen wie vor? Welche Kirchenbilder vermitteln die Voten? In welchem Verhältnis stehen Pfarrei und Gemeinde? Und: Welche Relevanz hat das Zukunftsbild in den PEP-Voten? Um diese Evaluation im Bistum und darüber hinaus nutzbar zu machen für die Kirchenentwicklung, findet eine Tagung statt, in der das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird: aus der Fundamental- und Pastoraltheologie, der Kultursoziologie, der Städte- und Raumplanung und der Organisationsentwicklung. Die Inhalte der Tagung werden in einem Band zur Verfügung gestellt.

Save the Date - Tagung "Transformation der Pfarrei" am 17./18. März 2020 (PDF)

Die aktuellen, massiven Veränderungen im Lebensraum von Kirche und Gemeinde, insbesondere im Kontext des Pfarreientwicklungsprozesses (PEP), bedeuten auch Abschiede nicht zuletzt von Kirchen und gemeindlichen Räumen. Das ist für viele Menschen, für Kirchenmitglieder, ehrenamtlich Aktive und hauptamtlich in der Pastoral Tätige eine Zumutung und mit Wut, Enttäuschung und Trauer verbunden. Es wird eine Arbeitshilfe erstellt, die die Verantwortlichen vor Ort dabei unterstützt, solche Abschiedsprozesse von Kirchen-Räumen gut zu begleiten. Die Arbeitshilfe, die Hilfen, konkrete Beispiele für Aktionen und Liturgien sowie Hinweise auf zusätzliche Begleitung und Kontakte bündelt, steht ab Herbst 2019 zur Verfügung.

Weitere Informationen: pep.bistum-essen.de

Die interne Revision überprüft die Sicherheit und Effizienz von Prozessen und Abläufen im Bischöflichen Generalvikariat. Durchgeführt wird sie von einem externen Dienstleister.

Viele Vorhaben im Generalvikariat oder im Pfarreientwicklungsprozess lassen sich als Projekt beschrieben: mit Anfang, Ende, klarem Ziel, Einmaligkeit. Als Hilfestellung gibt es in der Projektarbeit viele Werkzeuge, Standards und Formulare, die für einen guten Überblick sorgen. Auf dieser Seite finden Sie erprobte Vorlagen für das Projektmanagement.

Weitere Informationen: projektmanagement.bistum-essen.de

Für alles kirchliche Handeln braucht es Geld. Über die Kirchensteuer werden viele strukturelle Rahmenbedingungen und Aufgaben in der Pastoral, der Bildung und der Caritas finanziert. Da die Einnahmen aus der Kirchensteuer in den nächsten Jahren zurückgehen werden und gleichzeitig viele Ideen für zusätzliche Projekte vorhanden sind, könnten über ein verstärktes Fundraising zusätzliche Mittel akquiriert werden.

Im Bischöflichen Generalvikariat kommen täglich Rückmeldungen und Fragen auf Grund von aktuellen Entwicklungen und Veröffentlichungen sowie Fragen nach Informationen und Ansprechpartner/-innen an. Es erreichen uns Briefe, Mails und Anrufe, in denen Unzufriedenheit, Ärger und Enttäuschung, manchmal auch Lob aus ganz verschiedenen Gründen geäußert werden. Dieses Feedback ist wichtig, denn aus ihm kann das Bistum Essen lernen. Für eine zeitnahe Bearbeitung wird ein strukturiertes Beschwerdemanagement erarbeitet.

Aus dem Haushalt des Bistums Essen können Druckkostenzuschüsse gewährt werden. Bezuschusst werden – differenziert nach inhaltlichen Kriterien und finanziellen Möglichkeiten – die Veröffentlichung wissenschaftlicher Qualifikationsarbeiten, die unmittelbar theologische und/oder kirchliche Fragen thematisieren, sowie Festschriften für Personen oder Anlässe, die das Bistum Essen unmittelbar betreffen.

Führung erfordert einen flexiblen, kompetenten Umgang mit wechselnden Herausforderungen und sich verändernden Situationen mit hoher Verantwortung für die Organisation und die Mitarbeitenden. Um gute Führung im Bischöflichen Generalvikariat und den verschiedenen Bereichen des Bistums Essen und eine nachhaltige Führungskräfteentwicklung zu gewährleisten, wurden 2016 ein gemeinsames Führungsverständnis und Führungsprinzipien formuliert.

Führungsverständnis und Führungsprinzipien im Bischöflichen Generalvikariat und den angeschlossenen Einrichtungen (PDF)

Aus dem Dialogprozess (2011-2013) entstand das Zukunftsbild und es folgte eine intensive Auseinandersetzung, wie wir im Bistum Essen künftig Kirche sein wollen (2013-2015). Auf dem Gelände das Jugendhauses St. Altfrid trafen sich am 20. Juni 2015 rund 500 Leute zu einem ersten Zukunftsforum, bei dem konkrete Projekte beraten und weiterentwickelt wurden, die das Zukunftsbild in besonderer Weise umsetzen sollten. Davon wurden 20 Zukunftsbild-Projekte umgesetzt (2015-2018).
Am 14. April 2018 trafen sich in der Grand Hall auf dem Gelände der Kokerei Zollverein erneut 500 Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen des Bistums zum zweiten Zukunftsforum, um die ersten Erfahrungen der 20 Zukunftsbild-Projekte, des Pfarreientwicklungsprozesses sowie aus dem Gesprächsprozess der pastoralen Diensten zu reflektieren. Das dritte Zukunftsforum wird voraussichtlich 2021 stattfinden.

Weitere Informationen: zukunftsbild.bistum-essen.de

Ansprechpartner

Persönl. Referent Generalvikar & Leiter Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Markus Etscheid-Stams

Zwölfling 16
45127 Essen

Referentin im Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Dr. Andrea Qualbrink

Zwölfling 16
45127 Essen

Projektassistenz im Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Johanna Ingendoh

Zwöfling 16, 45127 Essen

Sekretariat des Generalvikars und des Stabsbereichs Strategie und Entwicklung

Sigrid Kapteina

Zwölfling 16
45127 Essen

Sekretariat des Generalvikars und des Stabsbereichs Strategie und Entwicklung

Birgit Berresheim

Zwölfling 16
45217 Essen