Bischöflicher Stuhl

Der Bischöfliche Stuhl ist – neben dem Bistum selbst und dem Hohen Domkapitel – eine eigenständige Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Das Vermögen des Bischöflichen Stuhls wird vom jeweiligen Bischof oder in seinem Auftrag durch den Generalvikar verwaltet. Gemäß dem in der Weimarer Reichsverfassung verankerten kirchlichen Selbstbestimmungsrecht sind die Bischöfe der Öffentlichkeit über dieses Vermögen keine Rechenschaft schuldig. Das Kirchenrecht schreibt aber vor, dass ein Verwalter jeglichen kirchlichen Vermögens sein Amt in der Sorgfalt „eines guten Hausvaters“ zu erfüllen hat. Das beinhaltet einen jährlichen Rechenschaftsbericht gegenüber der zuständigen Autorität und die Einhaltung kirchlicher und weltlicher Gesetze zur Vermögensverwaltung.

Der von der Hauptabteilung Finanzen und bischöfliche Immobilien aufbereitete Jahresabschluss „Bischöflicher Stuhl“ wird bereits seit Jahren von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und in Berichtsform vorgelegt.

Der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, hat Anfang 2014 entschieden, den Haushalt des Bischöflichen Stuhls, beginnend mit dem Jahresabschluss 2013, in gleicher Weise wie den Haushalt des Bistums Essen vom Kirchensteuerrat beschließen und überwachen zu lassen. Außerdem verfügte er, dass der Kirchensteuerrat hinsichtlich des Bischöflichen Stuhls zum Vermögensverwaltungsrat gemäß can. 1280 des Kirchlichen Gesetzbuches (Codex Iuris Canonici) bestimmt wird.

In 2016 erzielte der Bischöfliche Stuhl Erträge aus der Ausschüttung auf Geschäftsanteile bei der Bank im Bistum Essen in Höhe von 12 Tsd. Euro. Es konnten Mieteinnahmen für die beiden Wohnhäuser in Höhe von 70 Tsd. Euro sowie Erträge aus Wertpapieren und Zuschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von 55 Tsd. Euro (Sondervermögen Wenner) erzielt werden.

Für die beiden Wohnhäuser sowie das Bischofshaus erfolgten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 25 Tsd. Euro.

Die Aufwendungen für die Verwaltung der Immobilien einschließlich Bauerhaltung beliefen sich auf 28 Tsd. Euro.

Beim Allgemeinen Vermögen wird auch weiterhin kein Überschuss mehr erzielt werden können. Zinserträgen in Höhe von 5 Tsd. Euro stehen Aufwendungen für Abschreibungen auf das Bischofshaus in Höhe von 12 Tsd. Euro sowie Aufwendungen für die Wirtschaftsprüfung gegenüber.

Die Erträge der Studienstiftung Prälat Schneider in Höhe von 6 Tsd. Euro wurden an die Bischöfliche Aktion Adveniat weitergeleitet, der Überschuss des Sondervermögens Wenner an den Bistumshaushalt für die Priesterausbildung.

Ansprechpartner

Leitung der Hauptabteilung

Dr. Daniel Beckmann (Dipl. Wirtsch.-Ing.)

Zwölfling 16
45127 Essen

Abteilung: Haushalt und Rechnungswesen

Dipl.-Betriebswirt lic.hw Joachim Strötges

Zwölfling 16
45127 Essen