Impuls: #besserewelt

Wo geht man heute hin, wenn man eine Vision einer besseren Welt hat? Zum Arzt! Sagen manche und schmunzeln dabei schelmisch. Sind uns alle Visionen für eine bessere Zukunft abhanden- gekommen? Gerade die Jüngeren unter uns gelten als mit sich selbst beschäftigt und nur schwer mobilisierbar. Doch stimmt das?

Das Magazin „Die Zeit“ macht seit dem Sommer andere Erfahrungen. Junge Menschen im Alter „2X“ (20- bis 29-Jährige) wurden eingeladen, zwei Tage lang ihre Ideen „zur Verbesserung“ der Welt zu präsentieren. Am Ende musste eine Jury 560 von 5000 Interessierten auswählen, die selbstorganisiert Ideen kreierten und für ihre Umsetzung sorgten. Unter dem #besserewelt können sie auf der Seite des Magazins bestaunt werden.

Ein Blick auf die gesammelten Ideen zeigt, der Mensch – auch der junge Mensch von heute – scheint unheilbar visionär. Eine Generation, die kann, wenn sie will. Was braucht es dazu? Die Organisatoren der Konferenz nennen die dazu notwendigen Rahmenbedingungen: Diese Generation muss „vor allem eines: mit sich selbst ins Gespräch kommen. Das Beste, was wir offensichtlich tun können, ist, ihr ein höflicher Gastgeber zu sein.“ Merke auf: Visionen wachsen nicht, wenn die eine Seite sendet und die andere empfängt, oder umgekehrt. Sie wachsen im freundlichen Rahmen des Dialogs.

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Referent für ehrenamtliches Engagement

Roman Blaut

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