
Referat
Wirtschaft & Soziales
An die Stelle mittel- und langfristiger Unternehmenssicherung ist in den letzten Jahren zunehmend die kurzfristige Gewinnmaximierung getreten. So bedarf die ökonomische Ratio mehr denn je eines Korrektivs, das den Blick auf die Wirtschaft als Lebenswelt und damit auf die menschliche Arbeit lenkt. Als zentrale Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe muss Arbeit aus Sicht der katholischen Soziallehre Vorrang vor dem Kapital haben. Entsprechend gilt es in der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Interessengruppen darauf hinzuwirken, die Chancen zur Teilhabe zu steigern: auf dem Wege der Förderung von Bildung und Ausbildung, über nachhaltige Infrastrukturmaßnahmen zum Erhalt des Industriestandorts Deutschland sowie über Maßnahmen zur Mitbestimmung, Vermögensbildung und Unternehmensverfassung. Denn der soziale Frieden ist nur dann zu bewahren, wenn das Wohl des Menschen neben dem Effizienzkriterium Bedeutung behält.



