Ausgedruckt am:  28.11.14

13. August 2012

Päpstliche Auszeichnung für Ehrenamtliche aus dem Ruhrbistum

Foto: Nicole Cronauge



Ehrung für großes Engagement in der Rumänienhilfe

Papst Bernedikt XVI. hat zwei Ehrenamtlichen aus dem Ruhrbistum in Anerkennung ihrer Verdienste die päpstliche Auszeichnung „Pro Ecclesia et Pontifice“ (Für Kirche und Papst) verliehen: Maria Maas (80) aus Duisburg und Hans Rosenkranz (65) aus Mülheim an der Ruhr. Weihbischof Franz Vorrath, Bischofsvikar für die Caritas, wird ihnen die Urkunde und die Insignien am Donnerstag, 16. August, 11.00 Uhr, im Haus der Caritas, Am Porscheplatz 1 in Essen überreichen.

Maria Maas aus Duisburg, ehemalige Diözesanreferentin der Caritas im Ruhrbistum und früher verantwortlich für den Bereich der Jugendhilfe im Bistum Essen, hat von 1992 bis 2008 ein Modellkinderheim in der rumänischen Diözese Temesvar konzipiert, mit auf- und ausgebaut und dieses lange Jahre geleitet. Auch als sie 1995 in Rente ging, blieb sie bis 2008 in Rumänien und hat vor Ort unter schwierigsten Umständen ehrenamtlich weitergearbeitet. In den 90er Jahren wurde das Heim zur „Pilgerstätte“ für Fachkräfte aus ganz Rumänien, weil es mit seiner familienähnlichen Struktur und dem Einsatz von Fachkräften modellhaft war.

Vorgesehen war 1992 ein höchstens sechs Monate dauernder Einsatz an der von der Caritas im Ruhrbistum mit gegründeten „Fachschule für Heimpädagogik“ in Temesvar. Aus dieser Arbeit heraus entstand das Modellkinderheim, das dann zur „Lebensaufgabe“ von Maria Maas werden sollte. Bis heute kümmert sie sich intensiv um das Kinderheim St. Nikolaus. Immer noch akquiriert sie durch Vorträge und Aktionen einen beachtlichen Teil der notwendigen finanziellen Mittel, weil dieses Heim zu 95 Prozent von Spenden lebt.
 
Hans Rosenkranz aus Mülheim an der Ruhr war lange Zeit Technischer Direktor und Prokurist der Clemens-Hospitale in Oberhausen-Sterkrade und ist seit wenigen Monaten im Ruhestand. Schon während der Zeit der „Polenhilfe“ in den 80er Jahren hat er sich ehrenamtlich mit außergewöhnlich tatkräftiger Hilfe für die polnische Bevölkerung eingesetzt. Gemeinsam mit dem Diözesan-Caritasverband organisierte er viele Hilfstransporte.

Nach der Wende 1989 wandte er sich der Hilfe für Menschen in Rumänien zu. Für die Caritas in Ciacova in der Diözese Temesvar organisiert er seit 1990 zweimal jährlich große Hilfs-Konvois des Diözesan-Caritasverbandes, die bis zu zwanzig LKWs umfassen. Daneben gibt es rund zweimal monatlich einen „Linienverkehr“ mit einem großen LKW zwischen Oberhausen und Ciacova. Dort befindet sich die „Basis“ für die Weiterverteilung an Kinderheime, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen. Für Tausende waren diese Lieferungen eine große Hilfe. Für manche war das sogar Überlebenshilfe.

In zwanzig Jahren sind über 8.000 Tonnen “pure Nächstenliebe“ transportiert worden. Ungeheure Anstrengungen sind notwendig, um all diese Hilfsgüter zusammen zu bekommen. Hans Rosenkranz leitet die Konvois während seines Urlaubs. Dazu hat er - mit Billigung der Gremien – in „seinem“ Krankenhaus“ viele lebensrettende Hilfen für Menschen aus dem Ausland organisiert, die sonst keine medizinische Hilfe bekommen hätten. Seit sieben Jahren leitet er darüber hinaus jährlich einen Sozialeinsatz von Schülern der Oberstufe der Willi-Brandt-Schule in Mülheim/Ruhr. (rl/do)