Ausgedruckt am:  23.05.12

Sachausschuss "Bewahrung der Schöpfung"

Als Christen sind wir in besonderer Weise dazu verpflichtet, - für die Erhaltung einer lebenswerten Mitwelt und für die Bewahrung der Schöpfung in ihrer Schönheit und Vielfalt einzutreten - sich an dem weltweiten Bemühen um das Überleben der Menschen und den Schutz von Natur und Umwelt aktiv und engagiert zu beteiligen.

Ziele

Die Mitglieder des Sachausschusses „Bewahrung der Schöpfung" wollen - sich besonders für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung engagieren - konkrete Anforderungen und Notwendigkeiten in diesem Bereich erkennen und Initiativen zur Verbesserung ergreifen - die Zusammenarbeit mit anderen Sachausschüssen, den hauptamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und den verschieden Gruppierungen in der Pfarrgemeinde suchen.

 

Aus einem Ruhrwort-Interview mit dem Sachauschussvoristzenden Markus Etscheid:

Der Sachausschuss "Bewahrung der Schöpfung" stellt sich vor

Wie kommt man in den Sachausschuss?

Wer Interesse an dem Thema "Bewahrung der Schöpfung" hat, ist jederzeit herzlich willkommen! Interessierte können sich einfach bei unserem Geschäftsführer melden: Markus Borzymski (Markus.Borzymski(at)bistum-essen.de, Telefon: 0201/2204-635). Wir treffen uns alle sechs bis acht Wochen.

Wer arbeitet in Ihrem Sachausschuss mit?

Wir haben alle einen sehr unterschiedlichen Hintergrund. Das macht gerade den Reiz aus. In unserem Sachausschuss arbeiten Ingenieur, Elektrotechniker, Pädagoge, Theologe, eine Mitarbeiterin des Essener Umweltamtes zusammen – und das vom Studenten bis zum Rentner. Gemeinsam können wir die Fragen des Sachausschusses von verschiedenen Seiten beleuchten und so ausgewogen, aber entschlossen Positionen und Projekte entwickeln.

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich zurzeit im Sachausschuss?

Unser Arbeitsschwerpunkt liegt beim Klimawandel bzw. bei Maßnahmen, die helfen können, den CO²-Verbrauch, der ja maßgeblich für die globale Erwärmung des Klimas verantwortlich ist, zu verringern. Zurzeit arbeiten wir außerdem zu Fragen der Energiegewinnung und rufen dazu auf, auf Ökostrom zu setzen. Der Diözesanrat hat eine kleine Hilfestellung erarbeitet, die deutlich machen soll, warum es gut ist, zu wechseln, und wie einfach es geht, im eigenen Haushalt auf regenerative Energien umzustellen. Informationen dazu haben wir auch im Internet, unter: http:www.bistum-essen.de/oekostrom.html

Was wollen Sie mit Ihrem Sachausschuss erreichen?

Als Ende des letzten Jahres der ehemalige amerikanische Präsidentschaftskandidat Al Gore den Friedensnobelpreis erhielt, haben wir mit großem Interesse beobachtet, wie der "Klimawandel" für einige Wochen eine hohe mediale Präsenz hatte. Uns ist wichtig, hier nachzusetzen. Die deutschen Bischöfe hielten in einem Expertenpapier 2006 fest, dass der Klimawandel gegenwärtig wohl die umfassendste Gefährdung der Lebensgrundlagen der heutigen und der kommenden Generation darstellt. Als Christinnen und Christen dürfen wir die Augen hier nicht verschließen! Der Klimawandel wirft Fragen der Gerechtigkeit auf – zwischen den Generationen, zwischen Armen und Reichen und gegenüber der Schöpfung. Der Klimawandel könnte, darauf deutet leider vieles hin, eine existenzielle Bedrohung für das Leben auf dieser Erde werden. Was wir also erreichen wollen? Wir wollen diese Botschaft weitergeben: die Botschaft von der Realität des Klimawandels und der Notwendigkeit, ihm zu begegnen!

Welche Bedeutung hat Ihre Arbeit für die Gemeinden, Verbände, Räte?

"Stoppt den Klimawandel!" – Das geht alle an. Es ist gerecht und richtig, und deshalb unbedingt wichtig, sich mit der Veränderung des Klimas zu beschäftigen. Wer es zum Beispiel ernst mit seiner Partnergemeinde meint, muss daran mitwirken, den Klimawandel zu stoppen. Wer sich in seinem Verband mit sozialen Fragen beschäftigt, kann die jetzt schon abzusehenden Folgen des Klimawandels nicht ignorieren. – Die "Bewahrung der Schöpfung" ist heute mehr denn je auch eine Herausforderung für die ganze Kirche, im Kleinen wie im Großen. Ganz konkret geht es beispielsweise darum, den Energieverbrauch zu reduzieren, Müll zu vermeiden und dort, wo wir bestimmte Güter brauchen, wenigstens darauf zu setzen, dass diese ökologisch und menschlich fair sowie möglichst regional produziert sind. Das hat viele Folgen: Wechsel zum Öko-Strom-Anbieter, Spülmobil statt Einweg-Geschirr, verbrauchsarme Geräte… Es gibt viele Anpackmöglichkeiten in jeder Gemeinde, in jedem Verband, bei mir selbst. Wichtig ist, anzufangen!


Ansprechpartner

Diözesanreferent
Markus Borzymski
E-Mail: markus.borzymski(at)bistum-essen.de
Tel.:(02 01) 22 04-635
Fax: (02 01) 22 04-525