
Bemühen um die Einheit der Christen
Schon in der Dogmatischen Konstitution über die Kirche, Lumen Gentium, des II. Vatikanischen Konzils heißt es in Art. 15: "Mit jenen, die durch die Taufe der Ehre des Christennamens teilhaftig sind, den vollen Glauben aber nicht bekennen oder die Einheit der Gemeinschaft unter dem Nachfolger Petri nicht wahren, weiß sich die Kirche aus mehrfachem Grunde verbunden. Viele nämlich halten die Schrift als Glaubens- und Lebensnorm in Ehren, zeigen einen aufrichtigen religiösen Eifer, glauben in Liebe an Gott..." Das Konzil unterstreicht die liturgische Verehrung und Wertschätzung für die Heilige Schrift als ein "Element der Heiligung und Wahrheit" im ökumenischen Prozess. In seiner Enzyklika "Ut unum sint" hat Papst Johannes Paul II. die Bedeutung der gemeinsamen Wertschätzung der Hl. Schrift in den noch getrennten Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften für die ökumenische Bewegung noch einmal unterstrichen. In der Heiligen Schrift sind jene "mirabilia Dei", jene großen Heilstaten Gottes überliefert, die wir in der Liturgie feiern. Johannes Paul II. betont, dass gerade für das gemeinsame gebet der noch getrennten Christen die Verheißung Jesu Christi in besonderem Maße gilt: "Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." (Mt 18,20; zit. in: Ut unum sint, Nr. 21), und er folgert daraus: "Wenn Christen miteinander beten, erscheint das Ziel der Einheit näher." (Ebd, Nr. 22) Dabei sind die großen gewachsenen "Übereinstimmungen im Wort Gottes und im Gottesdienst" (Ebd, Nr. 44) ein wichtiges Zeichen der Hoffnung auf dem Weg zur vollen Einheit der Christen.
Gebetswoche für die Einheit der Christen
In mehr als 70 Ländern begehen Christen jedes Jahr in der Zeit vom 18. bis 25. Januar die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen. In Deutschland wird die Gebetswoche von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) ausgerichtet.
